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Mai / Juni 2026

Technische Universität Dresden

Semiramis

Haus der Parität

von Henny Krätzschmar

Hochschule:

Technische Universität Dresden

Abschluss:

Diplom

Präsentation:

25.03.2026

Lehrstuhl:

Wohnbauten, Prof. Lott

Rubrik:

Wohnbauten

Software:

Vectorworks, SketchUp Pro, D5 Render, Adobe CC

Seit nun mehreren Jahren klafft mitten in München ein 14 Meter tiefes Loch. Das Haus der Parität soll diese Lücke füllen. Das Raumprogramm fordert nicht nur verschiedene Wohntypen, sondern auch öffentliche Bereiche, darunter eine Bibliothek, eine soziale Markthalle, sowie unterschiedliche Beratungsangebote.


Der Entwurf versteht sich als Stadtbaustein, der für das ganze Quartier nutzbar ist. Den Mittelpunkt bildet daher der urbane Wald. Dieser soll nicht nur das Klima positiv beeinflussen, sondern auch eine beruhigende und schützende Wirkung auf die Bewohner*innen und Besucher*innen sowie verschiedene Tierarten haben.

Die Baugrube wird hierbei eher zu einem Geschenk, da der Wald und die öffentlichen Nutzungen in sie hineintauchen und von den Qualitäten der Tiefe profitieren. So entsteht eine lärmgeschützte Atmosphäre, die von der dämmenden Eigenschaft des Erdreichs bereichert wird. Der Waldboden wird durch ein Gitter von den Baumkronen abgegrenzt. Dadurch entsteht ein ruhiger Lesegarten unten, bei der Bibliothek und ein sozialer, offener Treffpunkt oben an der Markthalle.

Die Gebäudeform definiert sich durch die Terrassen. Diese sind vor allem in den Wohngeschossen als Gemeinschaftsbereiche zu verstehen. Die Brüstungselemente, welche als Pflanzkübel gestaltet sind, fördern das Aneignen des Raums durch die Bewohner*innen. Gleichzeitig beherbergen sie Brutkästen für einheimische Vögel und stellen das Gerüst für die Photovoltaikanlage. Durch die unterschiedlichen Gebäudetiefen ergeben sich geschossweise unterschiedliche Wohnformen: temporäres Wohnen, betreutes Wohnen, gemischte Clusterwohnungen und individuelle Apartmentwohnungen. Dadurch wird eine diverse Nutzerschaft gefördert.

Insgesamt entsteht eine Art moderne Interpretation der hängenden Gärten von Babylon, auf die der Titel subtil verweisen soll.


Text von Henny Krätzschmar.