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Mai / Juni 2026

Technische Universität Darmstadt

EIN QUANTUM MEER

Forschungszentrum Stralsund

von Matias Cuellar Neffle

Hochschule:

Technische Universität Darmstadt

Abschluss:

Master

Präsentation:

18.02.2026

Lehrstuhl:

Fachgebiet Entwerfen und Gebäudetypologie; Prof. Dipl.-Ing. Elke Reichel

Rubrik:

Kulturbauten

Software:

Vectorworks, Rhino 3d, Lumion, Photoshop

Der Entwurf schafft einen architektonischen Vermittlungsraum zwischen Meeresforschung und Öffentlichkeit, der Bestand, Programm und nachhaltige Hybridkonstruktion zu einem offenen Wissensensemble am Hafen verbindet.

Ziel ist es, ein Gebäude zu schaffen, das Forschung und Öffentlichkeit räumlich und programmatisch miteinander verbindet. Das Grundstück liegt auf einem ehemaligen Parkplatz zwischen zwei stadtbildprägenden Speichergebäuden und wird durch Hafen, Promenade und Kanal gefasst. 

Das architektonische Konzept wertet den Ort durch die Zusammenführung von Meeresforschung und öffentlichen Nutzungen auf und integriert sensibel den historischen Bestand.
Das Hauptgebäude an der Hafenseite schließt die Promenade, ohne dominant zu wirken, und beherbergt neben den Büroräumen der Forschenden ein öffentliches Foyer, eine Fachbibliothek, Veranstaltungsräume sowie eine über mehrere Geschosse reichende Trockensammlung. Die Erschließung erfolgt über seitliche Treppen- und Aufzugskerne. Die Nordfassade ist zum Schutz der Sammlung weitgehend geschlossen, während die Belichtung über Oberlichter erfolgt. Die Südfassade öffnet sich großzügig und wird durch eine zweite Hülle als energetische Pufferzone ergänzt.
Konstruktiv ist das Gebäude als Hybridbau aus Holz- und Lehmbauweise mit aussteifenden Beton­kernen konzipiert. Die Lehmwände dienen als thermische Speichermasse und regulieren das Raumklima.
Ein südlich angeordneter Riegelbau nimmt die funktionalen Forschungsbereiche auf und trennt diese vom öffentlichen Innenhof. Ein Portalkran erschließt alle Ebenen.
Der Innenhof verbindet Hafen- und Kanalseite und schafft einen öffentlichen Ort, der den Dialog zwischen Gesellschaft und Meeresforschung fördern soll.

Text von Matias Cuellar Neffle.