Mai / Juni 2026
la ville commune
Ökonomische Niedrigschwelligkeit durch Ergänzung eines Hostels
Technische Universität Braunschweig
Bachelor
11.03.2026
IEB - Prof. Dan Schürch
Städtebau
Rhino, Photoshop, Indesign
Der Entwurf La Ville Commune setzt sich mit dem sozialen und ökonomischen Gefälle am Uetliberg auseinander und schafft Räume des Austauschs, in denen temporäre Gemeinschaften entstehen. Ökonomische Niedrigschwelligkeit wird durch die Ergänzung eines Hostels zum bestehenden Hotel gewährleistet. Beide Nutzungen teilen Eingang und Adresse, wodurch Begegnungen verschiedener Nutzergruppen entstehen. Im Eingangsbereich befindet sich unter anderem ein Veloverleih.
Ein gemeinsamer Aufenthaltsraum für Hotel- und Hostelgäste ermöglicht Essen, Spielen und Verweilen. Ergänzt wird er durch eine Gemeinschaftsküche, die Einblicke in die Gastronomieküche bietet. Der Außenraum arbeitet mit dem Bestand, neue Achsen führen zum Aussichtsturm, der als Lernturm mit Arbeitsplätzen dient. Die Achse ist als Garten gestaltet, und die Position des Turms schafft eine Marktplatzfläche für temporäre Veranstaltungen.
Ein Kiosk mit Wintergarten erweitert das Restaurant und bietet Witterungsschutz; im Sommer wird er Teil der angrenzenden Gasse und Tanzzone. Ein Ruheraum kann offen oder als privater Rückzugsort genutzt werden. Das Alkovenhostel erstreckt sich über zwei Geschosse, ist über den Treppenkern und den Hotelaufzug barrierefrei erschlossen. Transluzente Badkerne strukturieren die Zimmer, schaffen Begegnungsbereiche und ermöglichen Privatsphäre. Waschmaschinen und Aufhängungen nutzen die Raumhöhe funktional.
Alkovenbetten öffnen den Blick in die Landschaft; Vorhänge schaffen Rückzugsorte. Das Tragwerk besteht aus Stahl, verjüngt sich nach oben und trägt die Hauptlast, wodurch der Innenausbau flexibel bleibt. Die Stahlstruktur ist bordeauxrot beschichtet, der Boden im Hostel aus Linoleum mit Rundungen zur Zonierung, die Fassade aus Fichtenholz, das Dach aus verzinktem Stahlblech.
Text von Emma Tost.