Januar / Februar 2026
Brandenburgische Technische Universität Cottbus
Kunst/speicher
Umnutzung eines verlassenen Kornspeicher
Brandenburgische Technische Universität Cottbus
Master
24.09.2025
Bauen im Bestand, Prof. Per Pedersen, Prof. Verena Schmidt
Kulturbauten
ArchiCad, Adobe CC
Die Kornspeicher in Cottbus wurden in den 1930er-Jahren als Teil des Heeresverpflegungsamtes errichtet. Sie dienten der Lagerung von Getreide und waren wichtige Infrastrukturbauten für die Versorgung. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die sowjetische Armee die Gebäude fast ein halbes Jahrhundert lang für militärische Zwecke.
Seit den 1990er-Jahren stehen die Speicher jedoch leer und sind heute weitgehend ungenutzt. Trotz des Leerstands besitzen die Bauten eine besondere Qualität: Ihre massive Konstruktion aus Stahlbeton und Mauerwerk bietet große, flexible Räume mit klarer Struktur. Diese Industriearchitektur stellt nicht nur ein wichtiges Zeugnis der Stadtgeschichte dar, sondern birgt auch Potenzial für eine neue Zukunft. Gleichzeitig fehlen in der Umgebung des Bahnhofs wohnortnahe Grünflächen, Freizeitangebote sowie soziale und kulturelle Treffpunkte.
Im Rahmen meiner Masterthesis möchte ich den westlichen Kornspeicher mit minimalen Eingriffen zu einem Kulturzentrum umgestalten. Vorgesehen sind Ateliers, Musik- und Proberäume, Co-Working-Bereiche, Ausstellungsflächen sowie Räume für Begegnung und Veranstaltungen.
Das angrenzende Gelände soll in einen Park mit Aufenthalts- und Bewegungsflächen verwandelt werden und Platz für Märkte oder Festivals bieten. So kann ein lebendiger Ort entstehen, der sowohl die Nachbarschaft stärkt als auch der gesamten Stadt Cottbus neue Impulse für Kultur, Gemeinschaft und Lebensqualität gibt.
Text von Anastasia Legkokonets.