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November / Dezember 2025

Arkitektskolen Aarhus

Lowland Farmland Changeland

Anpassung an Meeresspiegel- und Grundwasserspiegelanstieg in den dänischen Lowlands - Eine wasserbasierte Strategie von Kulturpflanze bis Politik

von Annabel Arens

Hochschule:

Arkitektskolen Aarhus

Abschluss:

Master

Präsentation:

17.06.2025

Lehrstuhl:

Centre for Emerging Landscapes, Katrina Wiberg & Stefan Darlan Boris

Rubrik:

Infrastruktur

Software:

QGIS, Scalgo, Adobe Illustrator/Photoshop/Lightroom und Indesign

"Lowland Farmland Changeland" ist eine Strategie für den langfristigen Wandel und die Veränderung der dänischen Lowlands - ehemalige Feuchtgebiete, die großflächig für die Landwirtschaft entwässert wurden. Diese Küstenlandschaften haben von Natur aus hohe Grundwasserstände und reagieren daher besonders empfindlich auf den Meeres- und Grundwasserspiegelanstieg infolge des Klimawandels. Die Bewirtschaftung der Lowlands verursacht bekannte Umweltprobleme: hohe Emissionen durch Entwässerung, Verschmutzung von Boden und Wasser sowie Artenverluste durch Pestizide und Düngemittel. Der notwendige Wandel bietet die Chance, den Umgang mit dem steigenden Wasser positiv für Mensch, Land und Klima zu gestalten.

Das Projekt rückt die enge Verbindung von Landwirtschaft und Wasser in den Fokus und entwirft eine wasserbasierte Strategie für eine Landschaft im Wandel. Sie orientiert sich dafür an Tipping Points (Kipppunkten): Momente, in denen steigende Wasserstände immer mehr Grundeigentum erheblich beeinflussen. In Vorbereitung auf diese Momente führt das Projekt landwirtschaftliche Methoden für die Lowlands ein. Diese reagieren auf die sich wandelnde Landschaft mit ihren steigenden Wasserständen und beruhen auf zunehmender Kooperation zwischen Landwirt*innen.

Die Lowlands können so zu wirksamen Instrumenten für CO2-Speicherung, Boden- und Wasserreinigung sowie ökologische Regeneration werden - unter Einbindung der Landwirt*innen und ohne Flächen aus der Produktion nehmen zu müssen.

Die Arbeit orientiert sich an den Zielen des Abkommens Grøn Trepart (zur Umwandlung von Flächen in Natur und Reduktion landwirtschaftlicher Emissionen) und setzt sich kritisch mit dessen Realisierung auseinander. Wissenschaftliche Untersuchungen werden mit ökonomischen und technologischen Überlegungen kombiniert und durch Pflanzenkenntnisse und Feldforschung ergänzt. Eine Umfrage unter Landwirt*innen half dabei, lokale Perspektiven zum Grøn Trepart, zu Klimasorgen und zur Bereitschaft zur Zusammenarbeit einzubeziehen. Eine zentrale Rolle spielt auch die Prognose und Visualisierung von steigenden Grundwasserständen als Reaktion auf den steigenden Meeresspiegel. Dafür wurden saisonale Grundwasserdaten mit Projektionen zum Meeresspiegelanstieg verknüpft. Somit kann sich die Strategie an konkreten Wasserständen für ein Gebiet orientieren und schlägt eine praxisnahe und zugängliche Planung für die Felder der Lowlands vor.

Der stetige Wandel der Landschaft im Zusammenhang mit dem Klimawandel steht im Zentrum dieser Arbeit. Anstelle eines starren Endergebnisses arbeitet das Projekt mit den Veränderungen der Lowlands. Es bietet einen flexiblen Rahmen, in dem sich landwirtschaftliche Methoden zusammen mit den künftigen Wasserständen entwickeln können.

Text von Annabel Arens