März / April 2026
Blühende Aussichten
Eine Perspektive zur Transformation großer Strukturen in Mittelstädten
Technische Universität Dresden
Diplom
23.03.2026
Professur für Urbanismus und Entwerfen, Prof. Melanie Humann
Städtebau
Vectorworks, Sketchup,VRay, Photoshop, Illustrator
Strategie des Entwurfes ist es, die Potenziale des Bestandes zu nutzen, und mithilfe einer Verbindung in Form eines Fuß- und Radweges miteinander zu verknüpfen. Dies erfolgt übergeordnet als Rundweg, der die Altstadt, das Rosarium und die Südsiedlung verbindet. Entlang bestehender Grünräume angelegt und von Baumalleen sowie Blühstreifen begleitet, dient er gleichermaßen der Naherholung und dem Tourismus. Bike-Stationen und Bushaltestellen entlang der Strecke ermöglichen eine flexible, intermodale Nutzung und erschließen das Quartier auf unterschiedlichen Ebenen. Innerhalb der Südsiedlung verläuft die Verbindung von den südlich gelegenen Kleingärten bis zur Altstadt. Entlang dieser Achse entstehen neue generationenübergreifende Angebote, die bestehende Strukturen ergänzen und das Quartier beleben. Ein Gartenpark im Süden schafft gemeinsam mit der Umnutzung bestehender Garagen einen Übergang zwischen Kleingärten und Wohnsiedlung. Sportangebote am Hallenbad sowie die außerhalb der Schulzeiten nutzbaren Flächen der Sekundarschule erweitern das gemeinschaftliche Angebot.
Mit der „Gemeinsamen Mitte“ entsteht ein zentraler Treffpunkt mit Nachbarschaftscafé, Workshopflächen und Genossenschaftsladen, ergänzt durch das angebundene Generationenhaus. Ein entsiegelter Spielpark im Bereich der Grundschule reagiert auf jüngere Nutzergruppen und mündet in einen Entréeplatz als zentralen Ankunftsort für Schule und Hort.
Die Innenhöfe werden durch Spiel- und Aufenthaltsflächen, Co-Gardening sowie neue Bepflanzungen aktiviert und ökologisch aufgewertet. Ergänzende Laubengänge mit Aufzügen sowie Wintergärten an den Wohnzeilen der Sechziger Jahre, verbessern die Barrierefreiheit und erweitern den Wohnraum. Punktuelle Neubauten entlang der Wege schaffen zusätzliche, vielfältige Wohnangebote und fördern eine soziale Durchmischung im Quartier.
Helena Nienhaus