Nächstes Projekt 15/20  

März / April 2023

Technische Universität Darmstadt

LICHTTURM LICHTWIESE

Das Darmstädter System – Verfügungsgebäude in zwei Nutzungsabschnitten am Campus Lichtwiese

von Lena Feline Schwab

Hochschule:

Technische Universität Darmstadt

Abschluss:

Master

Präsentation:

07.02.2023

Lehrstuhl:

Entwerfen und Raumgestaltung, Prof. Johanna Meyer-Grohbrügge

Rubrik:

Wohnbauten

Software:

Archicad

Grundlage des Entwurfes bietet das Fakultätsgebäude des Fachbereichs 15 der Technischen Universität Darmstadt, welches in den 1970er Jahren realisiert wurde und nun nach 50 Jahren saniert wird. Für die Renovierung des Hauses wird, über einen Zeitraum von 5 Jahren, jedes Jahr ein aktiver Quadrant geräumt und in einen Ersatzneubau verlegt. Nach der abgeschlossenen Neugestaltung des Hauptgebäudes wird der Neubau eine Umgestaltung von Fakultäts- zu Wohnnutzung erhalten:
Der neue Hoch- und Treffpunkt des Campus Lichtwiese positioniert sich zwischen dem Fachbereich Architektur und Mensa. Er erweitert die Hoffolge des Architekturgebäudes um einen „Werkhof für alle“, welcher durch die Weiterführung des Darmstädter Systems mit einem zweiseitigen Stützengang umrahmt wird. Der Lern- und Wohnturm befindet sich auf der erweiterten Grundplatte. Die öffentliche Erdgeschosszone bleibt in ihrer Nutzung unverändert und fördert den Austausch in beiden Szenarien. Gastronomieangebote orientieren sich zum zentralen Platz Richtung Mensa hin – der Werkhof dagegen wird unter anderem von der Studierendenwerkstatt bespielt und dient als Ort des Einblicks von kreativen Prozessen. Eine Wendeltreppe macht eine Dachlandschaft zugänglich. Über das Sockelgeschoss erhebt sich die Holzskelett-Konstruktion des zwölfgeschossigen Turms und ersetzt die Betonstützen durch kreuzförmige Holzstützen.
Der Grundriss ist geprägt von einläufigen Treppen, die sich geschossweise um 90 Grad um den Treppenkern spindeln. Die Galeriebereiche zwischen den Treppenauf- und abgängen ermöglichen eine Vielzahl an Begegnungsmöglichkeiten, sowohl während des Unibetriebes- als auch als Nachbarschaftstreff innerhalb der Hausbewohner.
Text von Lena Feline Schwab.