Campus Masters-Alumni: Große Riesen transformieren
Kilian Reuser ist Architekturstudent im Master an der Technischen Universität München und gehört zu einer jungen Generation von Planenden, die sich intensiv mit dem Weiterbauen am Bestand auseinandersetzt. 2024 gewann er mit Stefan Gross und Florian Meissner den BauNetz-CAMPUS-MASTERS-Jahrespreis für das Projekt „Stadt–Raum–Hybrid“, betreut von Sebastian Klawiter und Arne Markuske. 2025 wird er selbst Teil der Jury sein.
Ihr Entwurf zeigt, wie großmaßstäbliche Handelsbauten der Nachkriegsmoderne in offene, durchmischte Stadtbausteine verwandelt werden können. Statt Abriss setzt das Projekt auf eine schrittweise Transformation – räumlich, programmatisch und sozial. Diese Haltung zieht sich durch Kilians gesamtes Studium: vom Bachelor an der Bauhaus-Universität Weimar über ein interdisziplinäres Remote-Projekt an der Stanford University bis hin zur aktuellen Masterarbeit über die Umnutzung eines Bürokomplexes aus den 1970er-Jahren.
Parallel dazu arbeitet der angehende Architekt derzeit bei Drees & Sommer an der Schnittstelle von Architektur, Beratung und Strategie. Ein bewusster Perspektivwechsel, um die Prozesse hinter Planung, Akquise und Entscheidungsfindung besser zu verstehen.
Wie verändern solche Perspektivwechsel das architektonische Denken? Welche Rolle spielen Großstrukturen für den urbanen Wandel? Wie prägen Uni-Projekte den späteren Werdegang? Und wie fühlt es sich an, bald selbst in einer Jury zu sitzen? Ein Gespräch über Großstrukturen als urbane Ressource, über neue Rollenbilder für Architekt*innen – und über die Verantwortung, Entwürfe gesellschaftlich wirksam zu denken.
Ob Fachplaner*in im konventionellen Architekturbüro oder Grenzgänger*in im Bühnenbau: In unserem „ALUMNI-Podcast: Studiert, um zu bauen?“ sprechen wir mit unseren Gästen über ihre beruflichen Stationen nach dem absolvierten Architekturstudium, über ihre aktuelle Situation und die Wege, die sie dorthin geführt haben.
Teaserbild: Kilian Reuser, Foto: © Ulrike Myrzik
Host und Produktion: Kerstin Kuhnekath
Redaktion und Text: Katharina Lux