Architekt für konstruktive Präzision: Kann Reuse ein Entwurfsprinzip sein?
Pablo Garrido Arnaiz bewegt sich bewusst zwischen Praxis, Forschung und Lehre. Nach seinem Architekturstudium in Barcelona und an der Accademia di Architettura in Mendrisio gründete er 2021 gemeinsam mit Carla Ferrando Costansa das Büro PARABASE. Die Arbeit des Büros ist international ausgerichtet und reicht von Spanien über Mexiko bis in die Schweiz. Früh war er mit Projekten auf der Architekturbiennale in Venedig vertreten – heute entstehen viele Aufträge über Wettbewerbe und Kooperationen.
Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, wie Architektur aus Material, Konstruktion und realen Bedingungen heraus gedacht werden kann. Kreislaufwirtschaft versteht er dabei nicht nur als nachhaltige Strategie, sondern als kulturelle Praxis. Entwerfen ist für ihn kein linearer Prozess, sondern ein Wechselspiel zwischen Detail, Struktur und Raum. Diese Haltung prägt auch seine Lehre, unter anderem in Bern, Mendrisio und aktuell an der Bauhaus-Universität Weimar. Vom Bachelor-Grundlagenstudio bis zum internationalen Masterformat geht es darum, Architektur als komplexes Geflecht technischer, ästhetischer und gesellschaftlicher Fragen zu vermitteln.
Wie entsteht Form aus konstruktiver Logik? Welche Rolle spielt Forschung im Büroalltag? Ein Gespräch über Materialintelligenz, interdisziplinäre Zusammenarbeit – und die Offenheit, Architektur neu zu beginnen.
Diese Folge wurde in englischer Sprache aufgenommen.
Ob Fachplaner*in im konventionellen Architekturbüro oder Grenzgänger*in im Bühnenbau: In unserem „ALUMNI-Podcast: Studiert, um zu bauen?“ sprechen wir mit unseren Gästen über ihre beruflichen Stationen nach dem absolvierten Architekturstudium, über ihre aktuelle Situation und die Wege, die sie dorthin geführt haben.
Teaserbild: Pablo Garrido Arnaiz, Foto: © PARABASE
Host und Produktion: Kerstin Kuhnekath
Redaktion und Text: Katharina Lux