Interdisziplinärer Praktiker: Vom Werkstück zum Stadtraum

Sebastian Klawiter verbindet Architektur, Handwerk und Forschung zu einer offenen Form der Raumproduktion. Er kam über das Schreinerhandwerk zur Innenarchitektur, anschließend zur Architektur – und arbeitete mehrere Jahre im Asif Khan Studio in London. Dort lernte er, wie sich Maßstäbe vom Objekt bis zur Stadt verschränken. Heute führt er sein eigenes Studio Sebastian Klawiter, das zwischen Architektur, Urban Design, Kunst und Kulturarbeit agiert und in verschiedenen Konstellationen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen im Grenzbereich dieser Disziplinen arbeitet.

Mit dem gemeinnützigen Verein Stadtlücken e.V. initiiert er seit 2015 Projekte im öffentlichen Raum und untersucht, wie Städte als gemeinschaftliche Räume gedacht und gestaltet werden können. An der Technischen Universität München erforschte er die Transformation von Großstrukturen, seine aktuelle Vertretungsprofessur an der Akademie der bildenden Künste Stuttgart ist dem Experiment gewidmet: In der Klasse groundworks begreift er Gestaltung als Schichtung von Erfahrungen, Materialien und Atmosphären.

Wie lässt sich Handwerk in die Lehre einbinden? Warum ist das Analoge für die Zukunft der Gestaltung unverzichtbar? Und was passiert, wenn man Neugier über Routine stellt? Ein Gespräch über Bildung, Verantwortung und das Machen als Form des Denkens.

Ob Fachplaner*in im konventionellen Architekturbüro oder Grenzgänger*in im Bühnenbau: In unserem „ALUMNI-Podcast: Studiert, um zu bauen?“ sprechen wir mit unseren Gästen über ihre beruflichen Stationen nach dem absolvierten Architekturstudium, über ihre aktuelle Situation und die Wege, die sie dorthin geführt haben.

Teaserbild: Sebastian Klawiter, Foto: © Evi Lemberger.
Host und Produktion: Kerstin Kuhnekath
Redaktion und Text: Katharina Lux