Intelligente Wohnkonzepte: Neue Professur für Dr. Caroline Karmann

Seit dem Sommersemester 2022 hat Prof. Dr. Caroline Karmann die neu geschaffene Professur „Architecture and Intelligent Living“ am Karlsruher Institut für Technik (KIT) inne. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen visueller Komfort und  akustische sowie thermische Behaglichkeit in Innenräumen.

Karlsruher Institut für Technologie

np | 29.07.2022

Zum Sommersemester 2022 begrüßt das Institut für Entwerfen und Bautechnik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine neue Kollegin: Prof. Dr. Caroline Karmann hat dort die neu geschaffene Professur „Architecture and Intelligent Living“ angetreten. Nachdem sie 2008 ihr Masterstudium in Architektur und Energietechnik am Institut National des Sciences Appliquées (INSA) in Straßburg abgeschlossen hatte, war Karmann bis 2012 als Beraterin für nachhaltiges Bauen und Tageslicht bei Transsolar in Stuttgart tätig. 2017 promovierte sie in Architektur an der University of California Berkeley (UC Berkeley) und arbeitete ein Jahr lang als Forschungsbeauftragte bei Arup in London. Danach forschte Karmann als Postdoktorandin an der École Polytechnique Féderale de Lausanne (EPFL). Weitere berufliche Stationen waren eine Tätigkeit als Lehrassistentin an der UC Berkeley und als Dozentin an der EPFL.

Digitale Innovationen für Inklusion und Wohlbefinden nutzen

In ihrer Forschung beschäftigt sich Karmann vor allem mit der Umweltqualität von Innenräumen, visuellem Komfort sowie thermischer und akustischer Behaglichkeit. Des Weiteren forscht sie zur Energieoptimierung und „Universal Design“ – ein Design-Konzept, bei dem eine möglichst inklusive und barrierefreie Nutzung der zu gestaltenden Gegenstände, Umgebungen und Systeme im Vordergrund steht.

Für Karmann ist die Gestaltung für das Wohlbefinden und die Inklusion aller Menschen ein integraler Bestandteil von Nachhaltigkeit. Ihr erklärtes Ziel ist es, Studierende zu motivieren, räumliches Wohlbefinden und damit einhergehend auch barrierefreie Planung in die architektonischen Gestaltung einzubeziehen. Über die Intention ihrer Tätigkeit sagt die Professorin:

„Ich möchte das Bewusstsein schärfen und das Wissen darüber vertiefen, wie Räume unseren Komfort, unsere Wahrnehmung, unsere kognitive Aufmerksamkeit, unseren Stressabbau und unsere Gesundheit beeinflussen können.“

Eine neue kreative Möglichkeit, um die Bedürfnisse verschiedener Nutzer*innengruppen hinsichtlich der gebauten Umgebung zu erfüllen, läge in der Einbeziehung digitaler Innovationen, so Karmann. Diese müssen jedoch gut in das Gebäudedesign integriert und auf ihre Robustheit, Benutzerfreundlichkeit und langfristigen Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden getestet werden.