„Zukunft Bau Pop-Up Campus“: Bestand haben wollen

Vom 09. Juni bis zum 09. September 2022 findet unter dem Motto „Save Material – Save the Planet“ der „Zukunft Bau Pop-Up Campus“ in einem leerstehenden Aachener Bürobau statt. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen BMWSB organisiert zusammen mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung BBSR, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule RWTH und der Stadt Aachen die mehrmonatige Veranstaltung.

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

jm | 26.07.2022

Organisiert wird der „Zukunft Bau Pop Up Campus“ 2022 vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) sowie der Stadt Aachen vom 09. Juni 2022 bis zum 09. September 2022. Geschaffen wird hier ein Format, bei dem Teams aus Forschenden und Studierenden zum Leitthema „Save Material – Save the Planet“ experimentieren und sich untereinander austauschen können. Als Höhepunkt finden am 29. August bis zum Ende der Veranstaltung die „Campuswochen“ statt, in denen die Teilnehmenden den Campus in Form von Events mit ihren Projekten, Workshops und Vorträgen, bespielen. Auftakt dazu bildet am 29. August das Symposium mit dem Titel „Bauwende – Experimentelles Handeln“.

30 Gruppen forschen und kommunizieren

Wie kann der Baubestand effektiver genutzt werden, um immer knapper werdende Materialquellen zu schonen? Um unter anderem dieser Frage auf den Grund zu gehen, nehmen rund 30 Forschungsgruppen über den gesamten Zeitraum im Sommer 2022 am „Zukunft Bau Pop-Up Campus“ teil. Hier kommen Studierende, Forschungsteams und Startups aus ganz Deutschland, Belgien und den Niederlanden zusammen, um an Lösungen für einen materialsparenden Umgang mit Ressourcen im Bauwesen zu arbeiten. Die enge Verknüpfung von Forschung und Lehre ist die zentrale Zielsetzung des Workshops. Von den theoretischen Konzepten soll der Bogen zum aktiven Handeln in der Baupraxis geschlagen werden, um sich hier den immer drängenderen Problemen des Klimawandels zu stellen. Für das gesamte Programm wird ein leerstehendes Sparkassen-Gebäude in der Aachener Innenstadt, als Versuchslabor für die Forschenden und Studierenden temporär umgenutzt.

 

Facetten der Nachhaltigkeit

Entsprechend der unterschiedlichen Hintergründe, ist die Bandbreite der vorgestellten Projekte der Teams groß. So beschäftigt sich ein Team um Prof. Dr. Alexander Markschies vom Lehrstuhl Kunstgeschichte an der RWTH Aachen mit der ästhetischen Dimension des Nachhaltigkeitsbegriffes. Bauten der 1970er/1980er Jahre werden in der öffentlichen Wahrnehmung nicht selten als „hässlich“ abgetan und fallen unter diesen Umständen leichter der Abrissbirne zum Opfer. Andere Schwerpunkte sind die Materialforschung wie etwa bei dem Projekt „Bauen mit Papier“ einem kollaborativen Forschungsprojekt der Technischen Universität Darmstadt, der Technischen Universität Braunschweig und der RWTH Aachen. Weitere Projekte wie beispielsweise „Digital Wicker“ vom Karlsruher Institut für Technologie KIT erforschen die Potenziale von digitalen Entwurfs- und Fertigungsmethoden bei der Materialeinsparung.