Architekturwettbewerb „TRANSFORMATION“ 2022 entschieden: Umschalten in der Siemensstadt

Jedes Jahr veranstaltet der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI den Architekturwettbewerb „TRANSFORMATION“. Der Verband hat nun die diesjährigen Sieger*innen gekürt. Es galt, eine Vision für die Schaltwerkhallen auf dem Gelände der neuen Siemensstadt2 im Berliner Bezirk Spandau zu entwickeln.

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen // Technische Universität Darmstadt

jm | 19.05.2022

Am 13.  April 2022 gab der Kulturkreis der Wirtschaft im BDI e.V. die Gewinner*innen des jährlich veranstalteten Architekturwettbewerbs „TRANSFORMATION“ bekannt. Thema war die Umwandlung der historischen Schaltwerkhallen auf dem Gelände der neu entstehenden Siemensstadt2  in Berlin-Spandau in eine Begegnungs- und Arbeitslandschaft. Diese Runde des Wettbewerbs unterstützte  na klar! – die Siemens AG. Die Auslober*innen wünschten sich die Gestaltung eines Ortes für unterschiedlichste Nutzungen von Büros über Bildungseinrichtung hin zu kulturellen Events.

Eingeladen hat der Kulturkreis Studierende von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH), der Technischen Universität Berlin, der Technischen Universität Braunschweig, der Technischen Universität Darmstadt sowie vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Der 1. Preis ist mit 5000 € dotiert, gefolgt vom 2. Preis mit 3000 € und dem Sonderpreis mit 2000 €.  Im Rahmen der 71. Jahrestagung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft vom 07. Oktober bis zum 09. Oktober 2022 findet nach der digitalen Jurierung die Preisverleihung in Frankfurt am Main statt.

Gezielte Einschnitte

Zwei Studentinnen von der RWTH Aachen haben den ersten Platz belegt: Sophia Lieberich und Laura Weber überzeugten die Preisrichter*innen mit ihrem Projekt „Wo Zukunft wurzelt“. Die Jury lobte den Entwurf als besonders gut durchdacht. Die beiden angehenden Architektinnen gliedern das Hallenvolumen durch gezielte Einschnitte und „Haus-in-Haus“-Prinzipien neu. Das Nachhaltigkeitskonzept und der vorgeschlagene Nutzungsmix konnten die Juror*innen ebenso überzeugen wie der behutsame Umgang mit der teilweise denkmalgeschützten Substanz. 

Die Preisträger*innen des „TRANSFORMATION“ Wettbewerbes im Überblick:

  • „Wo Zukunft wurzelt“
    1. Preis
    Sophia Lieberich und Laura Weber
    RWTH Aachen
  • „100 kV. Ein Experimentierfeld für Berlin“
    2. Preis 
    Philipp Goertz und Linus Hermann
    RWTH Aachen 
  • „Waldwerk“
    Sonderpreis
    Lea Appel und Marie Molz
    TU Darmstadt

Teilnehmende Hochschulen:

  •  RWTH Aachen, Prof. Christa Reicher, Lehrstuhl für Städtebau und Entwerfen und Institut für Städtebau und europäische Urbanistik 
  • TU Berlin, Prof. Jacob van Rijs, Fachgebiet Entwerfen und Gebäudekunde 
  • TU Braunschweig, Prof. Almut Grüntuch-Ernst, Institut für Entwerfen und Gebäudelehre, zu­sammen mit Prof. Vanessa Miriam Carlow, Institute for Sustainable Urbanism 
  • TU Darmstadt, Prof. Annette Rudolph-Cleff, Fachgebiet Entwerfen und Stadtentwicklung KIT Karlsruhe, Prof. Markus Neppl, Fachgebiet Stadtquartiersplanung

Sachpreisrichter*innen:

  • Matthias Böning, Vorsitzender Gremium Architektur, Kulturkreis, Berlin, und Böning Real Es­tate Solutions, Dormagen 
  • Stefan Kögl, General Manager Siemenstadt2, Berlin 
  • Nadine Deiwick, Stadtentwicklung und Städtebauförderung, Bezirksamt Spandau von Berlin, und Christoph Hoja, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Berlin (zusammen eine Stimme) 
  • Prof. Jens-Uwe Fischer, Universität Leipzig und Mitglied im Kulturkreis, Berlin

Fachpreisrichter*innen:

  • Prof. Claus Anderhalten, Universität Kassel, Fachgebiet Entwerfen im Bestand, und Anderhalten Architekten, Berlin 
  • Axel Beck, Preisträger des Kulturkreises 2005 und Atelier WW Architekten, Zürich 
  • Stefan Behnisch, Behnisch Architekten Partnerschaft mbB, Stuttgart 
  • Prof. Anna Lundqvist, BTU Cottbus, Fachgebiet Landschaftsarchitektur, und Man Made Land, Berlin 
  • Ulrich Pape in Vertretung für Prof. Peter Haimerl, Peter Haimerl. Architektur, München