Dreiergespann mit „LAMA“: Lösungsorientertes Architekturmagazin

Am 12. Januar 2023 veröffentlichte die Redaktion des Lösungsorientierten Architekturmagazins (LAMA) ihr vorerst letztes Heft. Wie kam es zu dem Projekt, und wie geht es weiter?

Hochschulübergreifend

np | 23.01.2023

Von Anfang an stand fest: Es soll nur neun Ausgaben geben, programmatisch sollen sie sein und interdisziplinär. 2019 gründeten Philipp Glanzner, Andreas Maierhofer und Felix Obermair in Graz das Lösungsorientierte Architekturmagazin – kurz „LAMA“ genannt. Die ehrenamtliche Redaktion ist mittlerweile auf sieben Personen angewachsen, die das Magazin gemeinsam neben Studium und Beruf herausbringen. Die Idee für die Zeitschrift ist aus dem Magazin und Kulturverein Schauraum heraus entstanden. Jede Ausgabe widmet sich einer Leitfrage. Im ersten Heft geht es beispielsweise um die Frage „Warum ist die Architekturlehre nicht gesellschaftsbildend?“

Drei mal drei plus eins

Die neun Hefte gliedern sich in die drei Themenblöcke Lehre, Praxis und Diskurs. Pro Thema gibt es drei Ausgaben. Die ersten drei Hefte stellen eine Bestandsanalyse der Architekturlehre, -praxis und des Diskurses über Architektur dar. Wo wollen wir hin? Dieser Frage gehen die Autor*innen der Hefte vier bis sechs nach. In den drei letzten Ausgaben geht es um den Weg zu den vorher definierten Zielen. Wie können wir Architekturlehre, -praxis und -diskurs neu gestalten? Außerdem gibt es eine knallrote Sonderausgabe des Lösungsorientierten Architekturmagazins, die den Titel „Innovation statt Isolation. Die Architektur während und nach Covid-19“ trägt.

Eine solche klar definierte Aufteilung ist bei Magazinen durchaus ungewöhnlich. Die meisten Zeitschriften werden ausgabenweise konzipiert und herausgegeben. Das Ende des Projekts wurde direkt zu Beginn definiert, sodass die insgesamt zehn Hefte eine abgeschlossene Reihe bilden. Auf die Frage, wie es weiter geht, hat das Team jedoch bereits eine Antwort parat.

Ein Handbuch für Architekturkommunikation 

In den zwei Jahren nach Erscheinen der letzten Ausgabe wollen die Redakteur*innen eine abschließende Publikation erarbeiten. Aktuell trägt das Buch den Arbeitstitel „Ein Handbuch für eine gesellschaftsbildende Architekturkommunikation“. Erkenntnisse, Meinungen, Ideen und Gedanken aus den zehn LAMA-Heften sollen in die neue Publikation einfließen. Die zentralen Themen der Abschlusspublikation sollen Architekturkommunikation und -vermittlung sein. Nach drei Jahren LAMA soll in dem Handbuch eine kompakte Zusammenfassung zukunftsorientierter Lösungsansätze für die Architektur formuliert werden.