Vom Restraum zur Kaffeelounge: Studierende gestalten Pausenraum

Im Wintersemester 2021/22 entstand in einem ungenutzten Werkstattvorraum an der Hochschule Anhalt University of Applied Sciences eine neue Cafeteria als studentisches Selbstbau-Projekt. Die Umsetzung geht auf die Initiative des Studienfachberaters im Masterstudiengang Prof. Dr. Matthias Höhne zurück und wurde gemeinsam mit Dipl.-Des. Guido Lau, Leiter der hochschuleigenen Holzwerkstatt, ausgeführt.

Hochschule Anhalt University of Applied Sciences

jm | 02.08.2022

Auf Initiative des Studienfachberaters im Masterstudiengang Architektur der Hochschule Anhalt University of Applied Sciences in Dessau, Prof. Dr. Matthias Höhne, haben Studierende im Wintersemester 2021/22 den Vorraum der studentisch betriebenen Plot-Werkstatt in eine Kaffeelounge umgebaut. Die drei Studierenden Julian Teichert, Stephan Koch und Su Lingxuan planten und führten die Innenraumtransformation gemeinsam mit Dipl.-Des. Guido Lau, dem Leiter der Holzwerkstatt, aus. Auf diesem Wege können Studierende und Mitarbeitende der Hochschule die bisher ungenutzte Raumnische als Begegnungs-, Lern- und Aufenthaltsbereich nutzen.

Von Skizzen bis zur Umsetzung

Alles begann mit Handskizzen der drei Studierenden, die ihre Ideen anschließend in digitale Visualisierungen überführten. Der Restraum in der Werkstatt, zu dem geplant wurde, zeichnete sich vor allem durch eine Glasfront aus, die einen direkten Bezug zum Außenraum ermöglicht. Durch die schmale Dimension regte er bislang eher zum Durchlaufen als zum Verweilen an. Mit der Intervention wird dieser enge Raum geschlossen, sodass sich Personen dorthin zurückziehen, austauschen und einen Kaffee trinken können. In dem angegliederten Vorraum sind Snack- und Kaffeeautomaten zur Versorgung der Lounge untergebracht.

Robuste Ausführung

Als Ergebnis entstand ein Set aus Tischen, Bänken und Hockern. Das Design der neuen Inneneinrichtung zeichnet sich durch einfache geometrische Formen und eine solide Bauweise aus. Die Möbel sollen damit in etwa der Tradition des „Ulmer Hockers“ von Max Bill folgen. Ihre Nachhaltigkeit erlangt die Neuausstattung durch ihre Robustheit, denn Mobiliar aus massivem Eichenholz ist überaus beständig. Bei leichten Kratzern können die Nutzer*innen das Holz abschleifen und neu einölen.