Neu trifft Alt: Campus Masters im Frühjahr gewählt

Nach der Pause ist Campus Masters wieder zurück. Die Gewinner*innen des ersten Wettbewerbes 2022 stehen fest.

dd | 04.05.2022

Campus Masters ist zurück und der erste Wettbewerb 2022 entschieden! Die Baunetz-Leser*innen haben wieder aus 20 Abschlussarbeiten gewählt und ihre Favoritenprojekte gekürt. Gewonnen haben drei Projekte, die thematisch unterschiedlicher kaum sein könnten. Was sie vereint, ist der Versuch, Bestehendes in Bau und Kultur wertzuschätzen, sich einzufügen und gleichzeitig dem Neuen eine eigene Identität zu verschaffen.

Raus auf's Land: Das Siegerprojekt von Hai Tom Nguyen von der Bauhaus-Universität in Weimar stellt mit Alles Libero eine ehemalige Scheune als Nachbarschaftsprojekt vor. Je nach Verwendung lässt sich der Raum flexibel umgestalten. Neben der Hausstruktur liegt der Fokus auf der Inneneinrichtung, die ebenso frei nach den Bedürfnissen adaptierbar ist.

Von Baunetz-Nutzer*innen auf den 2. Platz gewählt: Der Entwurf eines Gedenkmuseums von Minh Nghi Lisa Vuong, ebenfalls von der Bauhaus-Universität in Weimar bei den Tunneln von Cu Chi in Vietnam. Unearthing heißt das Projekt, das die Gedenkstätte neu interpretieren soll. Der Entwurf nimmt Anleihen an traditionellen vietnamesischen Röhrenhäusern, die zwar schmal, dafür umso länger sind. 

Zum 3. Platz gratulieren wir Marlene StechlCäcilia Halbgewachs und Anton Gerl, die mit Mojo of Water einen Entwurf für ihren Bachelor-Abschluss an der Technische Universität München vorlegen, der sich mit lokaler Wasseraufbereitung in Togo beschäftigt. Der „Hygiene Point“, wie sie den Prototypen nennen, soll vor Ort gewartet werden können und mehrfach gebaut werden.



Thomas Kröger
 von Thomas Kröger Architekten aus Berlin vergab dieses Mal den Jurypreis. Er entschied sich für Inkore Berlin von Cornelius Menzel (Technische Universität Berlin) – mit folgender Begründung: „Die elegant gesetzte, städtebauliche Figur entspricht nachvollziehbar ihren funktionalen Abläufen des Innovations- und Kompetenzzentrums für Baustoffrecycling am Westhafen in Berlin. Das behutsame, aber entschiedene Materialisieren von Konstruktion und Fassade sendet ein Erscheinungsbild, das den sorgsamen und notwendigen städtischen Umgang mit den Schätzen zukünftiger Baumaterialien sichtbar macht. Darüber hinaus bietet das Projekt ein komplexes Zusammenspiel aus Anforderungen seines Standortes wie dem Determinieren von Feinstaub durch Pflanzung eines schnellwachsenden Birkenforstes als auch den Optionen der Anlieferungen über Straße, Schiene und Wasser. Ein gelungenes und überzeugendes Projekt, was ich mir direkt umgesetzt wünschen würde!“

Alle Preisträger*innen werden auch in dieser Wettbewerbsrunde mit aktuellen Publikationen von DOM publishers belohnt. Gleichzeitig haben sie sich für die Teilnahme an der Jahreswertung qualifiziert.

Die Verantwortung zum Inhalt der Arbeiten liegt bei den jeweiligen Verfasser*innen sowie den Hochschulen.

Aktuelle Informationen zum Wettbewerb und weitere Termine gibt es auf Instagram und im Newsletter.

Die Campus Masters werden unterstützt von GIRA.