„Living Cities 2“: Internationaler Wettbewerb Europan E17 entschieden

Die Gewinner*innen von „Europan 17“ stehen fest: Eine internationale Jury hat für acht Standorte in Deutschland, Konzepte zur nachhaltigen Transformation von Städten und zur Verbesserung von Infrastrukturen prämiert.

EUROPAN veranstaltet zum 17. Mal einen Wettbewerb für aufstrebende Architekt*innen und Stadtplaner*innen. Das Thema des Wettbewerbs lautet  „Living Cities“ und zielt darauf ab, innovative Ideen für die Stadtentwicklung vorzustellen, um zur Lösung der Klimakrise und der gesellschaftlichen Ungleichheiten beizutragen. In diesem Jahr lag der Fokus auf 52 Standorten in zwölf europäischen Ländern. Deutschland war mit acht Orten vertreten, darunter Bad Lobenstein, Berlin, Borkum, Ingolstadt, Kassel, Leipzig, München und Regensburg. Insgesamt reichten 135 Teilnehmer*innen aus 24 Ländern ihre Arbeiten ein. Für die Konzepte in Deutschland vergab die internationale Jury sieben erste Preise, acht Anerkennungen und drei lobende Erwähnungen.

Transformation gestalten

Die diesjährige Ausschreibung „Living Cities 2 − lebendige Städte 2“ konzentrierte sich auf das Konzept der Fürsorge. Die Teilnehmenden waren aufgefordert, Strategien für eine nachhaltigere und sozialere Stadtplanung zu entwickeln. Weiterhin sollten die Teilnehmer*innen den öffentlichen Raum als vielfältige und biodiverse Landschaft betrachten und sowohl bestehende Orte transformieren als auch neue Lebensräume gestalten. Ziel war es, vernachlässigte, brachliegende, leere, stigmatisierte oder monofunktional genutzte Flächen in lebendige, integrative und vielfältige Stadträume umzugestalten.

Die Themen der Einreichungen reichten von der nachhaltigen Transformation von Infrastrukturen in Berlin und Ingolstadt bis hin zum Bauen und Revitalisieren im Bestand in Regensburg und Leipzig. Außerdem wurden in München und Kassel Lösungen für den Neubau und die Entwicklung mehrfach codierter Stadtbausteine diskutiert. In Bad Lobenstein und Borkum stand die Suche nach zukunftsweisenden Lösungen für Gesundheitsstandorte im Mittelpunkt.

Preisträger*innen

Berlin

  • 1. Preis: „Karower Kreuz Klub“ von Andrea Angelo Suardi, Ani Safaryan
  • Anerkennung: „Living Cross“ von Rolf Starke, Taisija Miloslavski, Jöran Steinmetzer

Bad Lobenstein

  • Anerkennung: „with MOOOR sense through the city“ von Erik Ludwig Schneider, Laura Chichowitz, Eloïse Greet P Desrumaux, Johanna Charlotte Stahmann
  • Anerkennung: „Green Heart“ von Sebastian Plötner
  • Anerkennung: „Eden Berg“ von Violeta Ordoñez Manjon, Monica Lamela Blazquez, Raquel Ruiz Garcia
Borkum
  • 1. Preis: „Re:duce Re:use Re:new“ von Fabian Klein, Ralf Hinrichs, Tom Seeger

Ingolstadt

  • 1. Preis: „Inge“ von Matti Drechsel, Atidh Jonas Langbein, Maria Frölich-Kulik

Kassel

  • 1. Preis: „SEX IN THE CITY“ von Paul Schaegner

Leipzig

  • 1. Preis: „Revitalizing Grünau“ von Franziska Michl, Leonie Kuebert, Maria Kimm
  • Anerkennung: „Common Soil“ von Fernando Nebot Gómez
  • Anerkennung: „Take off for a solidary neighborhood“ von Nikolai Werner, Daniel Alain-Pierre Branchereau, Moritz Scharwächter, Vassilissa Airaudo

München

  • 1. Preis: „METROpolis“ von Benedikt Herz, Marta Fernandez Cortés, Daniel Grenz, Anna-Maria Grimm
  • Anerkennung: „Why not“ von Europa Frohwein
Regensburg
  • 1. Preis: „AdaptAble: Building for Resilient Urban Futures“  von Felix Beck, Laura Moosmann, Simon Bässler
  • Anerkennung: „25 fragments“ von Taehwan Kim, Woohee Kim