Rurbane Architektin: Prozesse dritter Orte

Mit Rurbane Realitäten erforscht Nelli Fritzler, wie zwischen Stadt und Land neue Formen des Zusammenlebens entstehen können. Das interdisziplinäre Büro, das sie gemeinsam mit Anna Holzinger gegründet hat, entwickelt Beteiligungsprozesse, Raumkonzepte und Forschungsprojekte – stets mit dem Ziel, Räume als soziale Möglichkeitsfelder zu verstehen. Gemeinsam gestalten sie Transformationsprozesse, moderieren Dialogformate und beraten Partner wie das Deutsche Rote Kreuz bei der Umnutzung ländlicher Höfe.

Ausgangspunkt war Nellis Masterarbeit an der Technischen Universität Berlin, in der sie Initiativen im ländlichen Raum bei der Entwicklung sogenannter „dritter Orte“ begleitete – Treffpunkte jenseits von Arbeit und Zuhause. Heute forscht sie an der Bauhaus-Universität Weimar, an der Professur Stadt Raum Entwerfen von Jun.-Prof. Dorothee Rummel, zu urbanen Wohnformen und Beteiligungskulturen.

Wie kann Beteiligung echte Veränderung anstoßen? Welche Rolle spielen dritte Orte für das demokratische Zusammenleben? Und warum ist Zuhören manchmal wichtiger als Entwerfen? Ein Gespräch über Verantwortung, Selbstwirksamkeit – und das Potenzial echter Zusammenarbeit.

Ob Fachplaner*in im konventionellen Architekturbüro oder Grenzgänger*in im Bühnenbau: In unserem „ALUMNI-Podcast: Studiert, um zu bauen?“ sprechen wir mit unseren Gästen über ihre beruflichen Stationen nach dem absolvierten Architekturstudium, über ihre aktuelle Situation und die Wege, die sie dorthin geführt haben.

Teaserbild: Nelli Fritzler, Foto: © privat
Host und Produktion: Kerstin Kuhnekath
Redaktion und Text: Katharina Lux