Kritischer Gestalter: Etabliert im Unetablierten
Julian Schubert ist Mitbegründer von Something Fantastic. Ein Architekturbüro? „That’s up for discussion“ meint er, denn es ist definitiv kein klassisches Planungsbüro. Seit seiner Studienzeit an der UdK Berlin und der ETH Zürich arbeitet Julian mit Elena Schütz und Leonard Streich im Dreigespann. Gemeinsam gründeten sie das studentische Magazin „Protocol“ – eine Erfahrung, die ihnen den Weg zur Publikationstätigkeit ebnete und sie darin bestärkte, Wissen sichtbar zu machen. In den vergangenen 15 Jahren gestaltete Julian Bücher, Objekte, Ausstellungen und Lehrkonzepte – immer als Team. Er sieht sich als etabliert im „Unetablierten“. Derzeit unterrichtet er zusammen mit dem Zukunftsforscher Ludwig Engel am Sandberg Instituut in Amsterdam.
Für Julian handelte es sich bei Baustellen um aufregende Spielplätze, das Bauen selbst aber empfand er als zerstörerische Praxis, die er schon früh hinterfragte. Diese kritische Haltung prägt sein Gestaltungscredo, seine Lehre und Publikationsarbeit. Er versteht Architektur als kulturelle, politische und kommunikative Disziplin.
Wie führte der Weg vom studentischen Magazin zur Biennale in Venedig? Was meint Julian mit „Slow Practice“, und warum soll das Büro bewusst klein bleiben? Was hat es mit dem Stadthausbauverein auf sich? Dies und mehr in der aktuellen Folge.
Ob Fachplaner*in im konventionellen Architekturbüro oder Grenzgänger*in im Bühnenbau: In unserem „ALUMNI-Podcast: Studiert, um zu bauen?“ sprechen wir mit unseren Gästen über ihre beruflichen Stationen nach dem absolvierten Architekturstudium, über ihre aktuelle Situation und die Wege, die sie dorthin geführt haben.
Teaserbild: Julian Schubert, Foto: Zara Pfeifer
Host und Produktion: Kerstin Kuhnekath
Redaktion: Katharina Lux
Text: Sorana Radulescu