Filmemachender Architekt: Vom Weiterbauen und Weitererzählen
Adrian Dorschner ist Architekt, Lehrender und Filmemacher. Als Mitgründer von Dorschner Kahl Architekten in Leipzig arbeitet er vor allem im Bestand an langfristigen räumlichen Prozessen. Gleichzeitig realisiert er als Director und Producer bei Beyer & Dorschner Filmproduktion Dokumentarfilme, in denen Architektur nicht als Objekt, sondern als soziales, historisches und atmosphärisches Konstrukt erscheint. Seit 2015 entstehen so gemeinsam mit seinem Partner Thomas Beyer Filme wie „Robin Hood Gardens“, die international gezeigt wurden.
Adrian studierte an der TU Dresden, ETSAV Barcelona und ETH Zürich, bevor er bei Diener & Diener Architekten in Basel arbeitete. 2010 gründete er das eigene Büro – ein bewusst offener, suchender Schritt. Aus dem ersten prägenden Projekt, dem Umbau eines Leipziger Bestandsgebäudes zu einem Club, entwickelte sich sein anhaltendes Interesse an Raumwirkung, Nutzung und Klang. Diese Themen prägen auch seine Lehre an der TU Darmstadt, der ArchitekturWerkstatt St. Gallen (OST) und der BTU Cottbus-Senftenberg. Für ihn beginnt Architektur nicht beim Objekt, sondern bei Wahrnehmung und Atmosphäre.
Ob Fachplaner*in im konventionellen Architekturbüro oder Grenzgänger*in im Bühnenbau: In unserem „ALUMNI-Podcast: Studiert, um zu bauen?“ sprechen wir mit unseren Gästen über ihre beruflichen Stationen nach dem absolvierten Architekturstudium, über ihre aktuelle Situation und die Wege, die sie dorthin geführt haben.
Teaserbild: Adrian Dorschner, Foto: © privat
Host und Produktion: Kerstin Kuhnekath
Redaktion und Text: Katharina Lux