Feministische Raumforscherin: Partizipation, Care und KI als räumliche Praxis
Lara Stöhlmacher verbindet Architektur, Ethnologie und künstlerische Forschung zu einer Praxis, die Räume als soziale Aushandlungsprozesse versteht. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Graduiertenkolleg ARTILACS an der HafenCity Universität Hamburg (HCU). Dort forscht sie zu künstlerischer Intelligenz und KI-gestützten Methoden der Raumwahrnehmung.
Studiert hat Lara Ethnologie und Kunstgeschichte an der Universität Hamburg sowie Architektur an der Universität der Künste Berlin. Ein prägendes Auslandsjahr an der University of Illinois Chicago als Fulbright-Stipendiatin eröffnete ihr früh internationale Perspektiven auf Architektur und Forschung. Parallel dazu arbeitete sie mehrere Jahre redaktionell am PROTOCOL Magazin, das sie als studentisch getragene Plattform für Architektur im gesellschaftlichen Kontext mitentwickelte.
Mit dem intersektional-feministischen Kollektiv fem_arc setzte Lara seit 2018 experimentelle Formate wie Gesprächsreihen, Workshops und Audiowalks um. Ziel war es, normative Darstellungsweisen zu hinterfragen und Räume über subjektive Erfahrungen, Stimmen und Körper wahrnehmbar zu machen.
Wie lassen sich Räume aus unterschiedlichen Erfahrungen heraus lesen? Welche Rolle spielen kollektive und partizipative Methoden in der Architektur? Und wie kann KI als sozio-technisches System kritisch in Forschung und Lehre eingebunden werden? Ein Gespräch über feministische Raumplanung, kollektive Lernprozesse und die Zukunft einer sorgenden Architekturpraxis.
Ob Fachplaner*in im konventionellen Architekturbüro oder Grenzgänger*in im Bühnenbau: In unserem „ALUMNI-Podcast: Studiert, um zu bauen?“ sprechen wir mit unseren Gästen über ihre beruflichen Stationen nach dem absolvierten Architekturstudium, über ihre aktuelle Situation und die Wege, die sie dorthin geführt haben.
Teaserbild: Lara Stöhlmacher, Foto: © Juli Sottdorf
Host und Produktion: Kerstin Kuhnekath
Redaktion und Text: Katharina Lux