Wie uns Architektur gesund macht: Tageslicht in Gebäuden

Was wäre, wenn gute Architektur nicht nur gut aussieht und funktioniert – sondern uns aktiv gesünder macht?

LAMILUX

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Wir planen Gebäude bis ins Detail: energieeffizient, funktional, ästhetisch anspruchsvoll. Doch eine Frage bleibt oft unbeantwortet: Sind diese Räume wirklich auf den Menschen abgestimmt? Denn obwohl wir rund 90 Prozent unseres Lebens in Innenräumen verbringen, fehlen genau dort oft die Lichtreize, die unser Körper braucht. Der Humanbiologe Johannes Zauner spricht von einem „biologischen Zwielicht“: „Wir erhalten zu wenig Licht für den Tag, zu viel für den Abend – wir leben im biologischen Zwielicht.“

Tageslicht als Taktgeber des Körpers

Tageslicht ist weit mehr als Voraussetzung für gutes Sehen. Es ist der wichtigste Impulsgeber für unseren circadianen Rhythmus – unsere innere Uhr. Diese reguliert Schlaf, Hormonhaushalt, Stoffwechsel und Leistungsfähigkeit.

„Ein stabiler circadianer Rhythmus sorgt dafür, dass wir morgens erholt aufwachen, tagsüber konzentriert und leistungsfähig sind und nachts tief und regenerativ schlafen“, erklärt Zauner.

Gesteuert wird dieser Prozess über lichtempfindliche Zellen im Auge. „Sie senden Signale an unsere innere Uhr und steuern so zentrale körperliche Prozesse.“ Fehlt natürliches Licht, gerät dieses System aus dem Gleichgewicht – mit Folgen wie Schlafstörungen oder Stress.

Lichtmangel als Planungsdefizit

Während im Freien Beleuchtungsstärken von über 1.000 Lux selbstverständlich sind, erreichen wir in Innenräumen oft nur 100 bis 200 Lux. „Im Innenraum werden die Signale häufig nicht ausreichend gesetzt“, so Zauner. Statt dynamischer Lichtverläufe dominieren konstante, monotone Lichtverhältnisse, die unseren biologischen Rhythmus kaum unterstützen.

Zenitlicht als Schlüsselstrategie

Für Architekten bedeutet das: Tageslicht muss aktiv gestaltet werden. Entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern wie Licht in den Raum gelangt. „Viel wichtiger als Messwerte auf dem Tisch ist, wie viel Licht tatsächlich im Auge ankommt“, betont Zauner.

Besonders wirkungsvoll ist Tageslicht von oben. Zenitlicht dringt tiefer in Räume ein als seitliches Licht und sorgt für eine gleichmäßigere Ausleuchtung. „Tageslicht von oben ist etwa drei Mal so intensiv wie Licht über die Fassade“, erklärt Zauner.

Tageslichtsysteme als Basis für gesundes Bauen

Hier setzen die Tageslichtsysteme von LAMILUX an. Mit Flachdach Fenstern, Lichtkuppeln, Lichtbändern und Glasdächern wird Tageslicht gezielt von oben ins Gebäude geführt – dorthin, wo es architektonisch und physiologisch den größten Effekt hat.

Der Vorteil: Räume werden nicht nur heller, sondern erhalten eine höhere Lichtqualität. Durch die tiefere Lichtdurchdringung entstehen gleichmäßige, blendarme Verhältnisse, die den circadianen Rhythmus besser unterstützen. Gleichzeitig lassen sich die Systeme präzise in die Planung integrieren – abgestimmt auf Nutzung und bauphysikalische Anforderungen.

Architektur mit Verantwortung

Der Anspruch lautet: Gebäude nicht nur gestalten, sondern ihre Wirkung auf den Menschen bewusst mitdenken. Tageslicht wird dabei zum entscheidenden Faktor – nicht als ästhetisches Extra, sondern als Grundlage für gesunde Räume.

Oder, wie Johannes Zauner es formuliert: „Wir brauchen das richtige Licht zur richtigen Zeit.“ Genau darin liegt die Qualität guter Architektur.

Young Architects Award

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