Vom Bahngelände zum Stadtquartier: Das Kronprinzenviertel in Dortmund

Wo einst Güterzüge rollten, entsteht heute ein neues Stück Stadt: Mit dem Kronprinzenviertel entwickelt sich in Dortmund ein urbanes Wohnquartier auf einem ehemaligen Bahngelände. Neben der reinen Wohnnutzung prägen Aspekte wie Lärmschutz, Regenwassermanagement und die Integration von Tiefgaragen das Gesamtkonzept. 

Veka

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Das Projekt Kronprinzenviertel steht exemplarisch für den Umgang mit innerstädtischen Brachflächen und die Frage, wie sich neue Wohnqualitäten in gewachsene Strukturen integrieren lassen. Bis 2028 entstehen auf rund 100.000 m² Fläche etwa 700 Wohneinheiten – darunter öffentlich geförderter Wohnungsbau ebenso wie frei finanzierte Wohnungen und Doppelhaushälften. 

In dicht strukturierten Quartieren kommt der Gebäudehülle eine besondere Rolle zu: Sie vermittelt zwischen architektonischem Entwurf, energetischen Anforderungen und der langfristigen Nutzungsqualität.

Für die Fenster kam das Profilsystem SOFTLINE 82 MD von VEKA zum Einsatz. Die Elemente wurden außen in Anthrazitgrau und innen in Weiß ausgeführt und unterstützen damit die klare, ruhige Fassadengestaltung der Gebäude, während sie im Innenraum eine neutrale Grundlage für unterschiedliche Wohnkonzepte schaffen.

Das System basiert auf einem 6-Kammer-Mitteldichtungssystem mit 82 mm Bautiefe und ermöglicht in Kombination mit Dreifachverglasung eine hohe Energieeffizienz. Gleichzeitig erfüllt es Anforderungen an Schallschutz, Sicherheit und Dauerhaftigkeit – Aspekte, die gerade im urban verdichteten Wohnungsbau eine zentrale Rolle spielen.

Systemqualität im Maßstab des Quartiers

Bei Projekten dieser Größenordnung entscheidet nicht nur die planerische Qualität, sondern auch die zuverlässige Umsetzung im Detail. Die Fensterelemente wurden von German Windows gefertigt und in mehreren Bauabschnitten installiert.

Die präzise Abstimmung zwischen Planung, Produktion und Montage ist dabei ein wesentlicher Faktor für die langfristige Funktionsfähigkeit der Gebäudehülle. Gerade im seriell geprägten Wohnungsbau zeigt sich Qualität nicht zuletzt in der Wiederholbarkeit und der Sicherheit in der Ausführung.

Nachhaltigkeit und Planungssicherheit

Neben energetischen Kennwerten gewinnen im Wohnungsbau zunehmend auch Zertifizierungsanforderungen an Bedeutung. Das eingesetzte VEKA-Profilsystem ist Teil einer Systemplattform, die bereits die Voraussetzungen für das Qualitätssiegel Nachhaltiges Bauen erfüllt (QNG-ready) und damit eine wichtige Grundlage für KfW-Förderungen bildet.

Darüber hinaus stellt VEKA umfassende Produktdaten für gängige Zertifizierungssysteme wie DGNB, BNB oder BREEAM bereit. In Zusammenarbeit mit dem Sentinel Holding Institut wurden entsprechende Produktpässe erarbeitet, die Planern und Auditoren eine transparente und effiziente Nachweisführung ermöglichen. Die Daten sind in einschlägigen Datenbanken verfügbar und lassen sich direkt in Planungs- und Bewertungstools integrieren.

So entsteht für Architekten und Fachplaner eine verlässliche Grundlage, um Materialentscheidungen nicht nur gestalterisch, sondern auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Zertifizierbarkeit fundiert zu treffen.

Stadtentwicklung als gemeinschaftliche Aufgabe

Das Kronprinzenviertel zeigt, wie durch die enge Zusammenarbeit von Projektentwicklern, Planern und Industriepartnern neue Stadtbausteine entstehen können, die sowohl funktional als auch gestalterisch überzeugen.

Die Transformation eines ehemaligen Bahngeländes in ein lebendiges Wohnquartier ist dabei nicht nur eine bauliche, sondern auch eine konzeptionelle Leistung – mit der Gebäudehülle als einem der zentralen Elemente im Spannungsfeld von Gestaltung, Technik und Nutzung.