Future Skins Award: Wenn die Fassade zum Klimaakteur wird

Der Future Skins Award 2027 für Studierende prämiert Fassadenlösungen, die Architektur, Technik und Nachhaltigkeit vereinen. Studierende erhalten die Gelegenheit, ihre Konzepte einem Fachpublikum vorzustellen und Branchenexperten kennenzulernen. 

In unseren Network-Artikeln findet ihr wissenswerte Inhalte unserer Partner. Der Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung und wurde nicht redaktionell von BauNetz CAMPUS-Team erstellt. Verantwortlich für den Inhalt und die darin enthaltenen Informationen ist die jeweils angegebene Quelle.

Die Gebäudehülle hat wesentlichen Einfluss darauf, wie viel Energie ein Gebäude verbraucht, wie angenehm die Räume sind und wie nachhaltig gebaut wird. Der Future Skins Award richtet den Blick genau dorthin: auf die Schnittstelle zwischen innen und außen, zwischen Komfort und Klimaschutz. Unter dem Titel „Gebäudehüllen für Morgen – Lösungen und Potentiale für klimapositives Bauen“ wird er 2027 im Rahmen der Weltleitmesse R+T erstmals ausgelobt. Gefragt sind keine vollständigen Gebäudeentwürfe, sondern durchdachte Fassadenlösungen, die Architektur, Technik und Nachhaltigkeit gleichermaßen berücksichtigen. Innovative Sonnenschutzsysteme und intelligente Materialwahl stehen dabei im Mittelpunkt.

Ein Wettbewerb für Studierende – mit Praxisbezug

Der Award richtet sich an Studierende der Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen, Fassadentechnik sowie verwandter Disziplinen wie Gebäudetechnik, Umweltplanung oder nachhaltiges Bauen im gesamten DACH-Raum. Zu gewinnen gibt es neben Sach- und Geldpreisen auch einen Publikumspreis. Die besten Arbeiten werden im Februar 2027 auf der R+T einem Fachpublikum aus Industrie, Handwerk und Medien präsentiert. Für Studierende ergibt sich so ein direkter Kontakt zu Unternehmen, die an innovativen Lösungen für Fassaden, Sonnenschutz und Gebäudetechnik arbeiten. Und die Chance, eigene Ideen nicht nur zu entwickeln, sondern auch mit Expertinnen und Experten zu diskutieren, die sie umsetzen könnten. Einreichungsschluss für den Future Skins Award ist der 12. Januar 2027; die Preisverleihung findet am 17. Februar 2027 statt.

Jury aus Architektur, Forschung und Praxis

Bewertet werden die Entwürfe von einer Jury, die unterschiedliche Perspektiven vereint: Hochschullehre, Klimaengineering, Architekturpraxis und Nachwuchsförderung. Mit dabei sind unter anderem Jan Cremers (Hochschule für Technik Stuttgart (HfT)), Magdalena Weiss (gmp / Shanghai Academy of Fine Arts), Volkmar Bleicher (Transsolar / HfT), Mirjam Schnapper (Landesvorstand (AiP & SiP) AKBW), Martin Haas (haascookzemmrich STUDIO2050 / DGNB), Christian Schätz (nexture+) sowie Wilhelm Hachtel (European-Solar-Shading-Organisation).

Verleihung im Rahmen der R+T 2027

Der Future Skins Award wird im Rahmen der R+T verliehen – der Weltleitmesse für Rollladen, Tore und Sonnenschutz. Alle drei Jahre kommen in Stuttgart über 1.000 ausstellende Unternehmen aus mehr als 40 Ländern zusammen, um Innovationen rund um Gebäudehüllen, Sonnenschutzsysteme, Antriebstechnik, technische Textilien und Gebäudeautomation zu zeigen. Die Messe ist Treffpunkt für Professionals aus Herstellung, Planung, Handwerk und Architektur. Die nächste R+T findet vom 15. bis 19. Februar 2027 statt. Parallel dazu läuft am 18. Februar 2027 der ARCHIKON - Landeskongress für Architektur und Stadtentwicklung, der zusätzliche Impulse und Vernetzungsmöglichkeiten für Architektinnen und Architekten bietet.

Eine Plattform für neue Ideen

Der Future Skins Award schließt die Lücke zwischen dem, was an Hochschulen entwickelt wird und dem, was die Industrie braucht. Die Fassade wird dabei nicht als statische Hülle verstanden, sondern als aktives Element, das auf Klima reagiert, Energie steuert und Lebensqualität schafft. Genau dort setzt der Wettbewerb an.