Buchtipp: Candela, Isler, Müther Positions on Shell Construction

17.02.2021

Kapelle San Antonio de las Huertas in Mexiko, 1956. Enrique de la Mora, Félix Candela
Kapelle San Antonio de las Huertas in Mexiko, 1956. Enrique de la Mora, Félix Candela
Bild: Archivo de Arquitectos Mexicanos, Universidad Autónoma de Mexico

Einfach oder doppelt gekrümmt – Schalenbauten zeichnet oft eine aufsehenerregende Expressivität aus. Die schwungvollen, gewölbten Flächentragwerke sind im Verhältnis zu ihrer Ausdehnung sehr dünnwandig, und die Formen dabei so unterschiedlich, dass ihre mögliche Anzahl theoretisch unbegrenzt bleibt. Wichtigste Voraussetzung für diese besondere Eigenschaften bildet das zugfeste und homogene Material, das in alle Richtungen gleich fest und elastisch ist – wie etwa  Beton. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann die Hochphase des Betonschalenbaus.

Viele Architekt- und Ingenieur*innen experimentierten in dieser Zeit mit Schalen, und weltweit entstanden wegweisende Betonkonstruktionen von bislang ungekannter Leichtigkeit und Eleganz. Doch nur wenige widmeten ihr Berufsleben fast ausschließlich dem Betonschalenbau. Zu diesem kleinen Kreis zählen Felix Candela (1910–97), Heinz Isler (1926–2009) und Ulrich Müther (1934–2007). Die beiden Ingenieure Heinz Isler und Ulrich Müther und der Architekt Felix Candela lebten in unterschiedlichen Kulturen und Regionen der Welt. Und ihre Arbeit – vorwiegend in Mexiko, der Schweiz und der DDR – fand unter sehr verschiedenen politischen, sozioökonomischen und kulturellen Bedingungen statt. Die neu im Birkhäuser Verlag erschienene Publikation Candela Isler Müther. Positions on Shell Construction widmet sich dem Werk und Wirken der drei Schalenbauer.

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