Wohnquartier Hartmannstift in Bremen Vorgefertigte Kalksandstein-Mauertafeln als Rückgrat des Ensembles

15.12.2025

In Bremen-Vegesack entstand ein neues Mischquartier rund um das historische Hartmannstift.
Bild: Olaf Mahlstedt

Eine bewegte Geschichte liegt hinter dem 1887 als Stadtkrankenhaus eröffneten Hartmannstift in Bremen-Vegesack: Wilhelm Hartmann, der als drittes von neun Kindern eines Maurermeisters in Vegesack aufwuchs und später in England erfolgreicher Unternehmer wurde, stiftete es seiner Heimatstadt als Asyl für arme und mittellose Kranke. Später wurde es Teil des Klinikums Bremen-Nord, diente dann dem Bauamt als Sitz und wurde schließlich bis 2016 als Geflüchtetenunterkunft zwischengenutzt. Danach stand es einige Jahre leer – bis es 2024 als Mehrfamilienhaus umgenutzt und zum Mittelpunkt eines neuen Wohnquartiers wurde.

Das Berliner Büro Schönborn Schmitz Architekten zeichnet für die Quartiersplanung verantwortlich. Der Entwurf sieht sechs annähernd baugleiche, dreigeschossige Quader mit roter Ziegelhülle vor, die locker um das historische Hartmannstift gruppiert sind. Sie säumen eine autofreie Mittelachse, die von der Albrecht-Roth-Straße auf den Altbau zuführt, sich davor zu einem Platz aufweitet und ihn damit als repräsentativen Mittelpunkt inszeniert.

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