Wohnquartier Gretelriede in Hannover Mauerwerk aus vorkonfektionierten KS-Planelementen

19.05.2026

Zwischen Bahntrasse, kleinteiligen Gewerbestrukturen und heterogener Wohnbebauung ist im Stadtteil Hannover-Burg das Wohnquartier Gretelriede entstanden.
Bild: Blickpunkt Photodesign Bödeker

Zwischen Bahntrasse, kleinteiligen Gewerbestrukturen und heterogener Wohnbebauung ist im Stadtteil Hannover-Burg das Wohnquartier Gretelriede entstanden. Auf einem zuvor stark versiegelten, gewerblich vorgeprägten Grundstück realisierte die Wohnungsgenossenschaft Herrenhausen gemeinsam mit dem Architekturbüro PK Nord fünf unterschiedlich große Baukörper in Kalksandsteinbauweise mit insgesamt 136 Wohneinheiten. 

Dabei sahen sich die Planenden mit einer herausfordernden Ausgangslage konfrontiert: der hohen Lärmbelastung durch den Bahnverkehr, der ungünstigen, dreieckigen Grundstücksgeometrie sowie den schwierigen Bodenverhältnissen mit hohem Grundwasserspiegel und Altlasten. Zunächst wurden also die bestehenden, baufälligen Wohnhäuser rückgebaut, eine Lagerhalle ab- und an anderer Stelle wieder aufgebaut und die Grundstücksfläche entsiegelt. Um das Quartier vor Schallimmissionen zu schützen, platzierten die Architekt*innen entlang der Bahntrasse an der westlichen Grundstücksgrenze einen fünfgeschossigen, L-förmigen Riegel. Dessen innere Organisation reagiert ebenfalls auf das laute Umfeld: Zur Bahntrasse liegen die Flure, Bäder und Küchen, die Wohn- und Schlafräume orientieren sich zum Quartier. 

Artikel auf Baunetz_Wissen Mauerwerk lesen