Wohngebäude und Kindertagesstätte Ellener Hof in Bremen Holzbau mit Zellulose, Mineralwolle, Holzfasern und Schaumglas
07.07.2024
Bild: Caspar Sessler
Ein weitgehend in Holzbauweise errichtetes Quartier wie der Ellener Hof hat hierzulande eher noch Seltenheitswert. Das von der Bremer Heimstiftung entwickelte Viertel im Osten der Stadt besteht aus 65 Neubauten mit insgesamt 500 größtenteils öffentlich geförderten Wohnungen für Familien, Studierende, ältere Menschen sowie zahlreiche soziale Einrichtungen. Das 10 Hektar große Areal ist als sozial-ökologisches Modellquartier gedacht: Die Anlage orientiert sich an einem im Lauf der Zeit gewachsenen Dorf, Bestandsgebäude wurden umgenutzt und der alte Baumbestand blieb weitestgehend erhalten. Bereits im städtebaulichen Entwurf wurden außerdem Kriterien für die Verwendung von Holzkonstruktionen und ökologischen Dämmstoffen festgelegt. Zwei der Gebäude, Woof und Skelle, planten ZRS Architekten.
Ensemble für Kita und Wohnen
Woof und Skelle sind umgeben von altem Baumbestand und beherbergen neun Wohnungen und eine Kindertagesstätte, deren Räume sich auf beide Gebäude verteilen. Sie bieten Platz für 120 Kinder in sieben Gruppen sowie für ein Familienzentrum, ein Elterncafé und eine Einrichtung zur Frühförderung. Durch die Aufteilung der Funktionen auf zwei Häuser sollte zudem die Interaktion mit dem Stadtraum gestärkt und ein kindgerechter Maßstab eingehalten werden. Die Zugänge zu den beiden Bereichen liegen einander gegenüber und sind über einen Weg miteinander verbunden.