Wohnen in der Glashütte Alt-Stralau in Berlin Umbau und Aufstockung einer ehemaligen Werkstatt

19.08.2019

Südansicht des ehemaligen Werkstattgebäudes mit markanter Erschließungsbrücke und aufgestocktem Dachgeschoss
Bild: Udo Meinel, Berlin

Als Zusammenschluss privater Bauherrn finden Baugruppen immer mehr Zuspruch – mittlerweile sind eine Reihe spannender und ungewöhnlicher Häuser zum gemeinsamen Wohnen entstanden. So auch auf der Halbinsel Stralau im Berliner Stadtbezirk Friedrichshain. Bereits im Jahr 1990 wurde die dortige Glasfabrik, die über 100 Jahre in Betrieb war, geschlossen. Während für den Großteil der ehemaligen Fabrikanlage und deren Grundstücksflächen schnell Käufer und Investoren gefunden waren, lag ein denkmalgeschütztes Werkstattgebäude zunächst brach. Auf Initiative einer Immobilienmaklerin aus Berlin bildete sich ein Kreis privater Bauherrn, die gemeinsam mit den ortsansässigen Eyrich-Hertweck Architekten nach dreijähriger Auseinandersetzung mit den Behörden die Zustimmung erhielten, das Industriegebäude zu Wohnzwecken umbauen zu dürfen.

Gestalterische Trennung von alt und neu
Die Umnutzung zu 25 Wohnungen und einer Gewerbeeinheit sollte behutsam erfolgen, der ursprüngliche Charakter und das historische Erscheinungsbild wiederhergestellt werden. Zugemauerte Fenster wurden geöffnet, historisches Mauerwerk freigelegt und ergänzt. Gestalterisch wurden neue und alte Bauteile getrennt: Dunkle Zinkfassaden mit großen Fenstern umschließen das einst offene Erdgeschoss, und – als Reminiszenz an das frühere Bitumendach – auch das aufgestockte Dachgeschoss. Ergänzungen wie Balkone sind mit wetterfestem Baustahl verkleidet.

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