Wiederaufbau der Eremita San Juan de Ruesta Werksteinblöcke ergänzen jahrhundertealtes Bruchsteinmauerwerk

14.04.2023

In Ruesta am Jakobsweg wurde eine teilzerstörte Eremitage nach Plänen von Sebastián Arquitectos aus Saragossa wiederhergestellt.
Bild: Iñaki Bergera, Saragossa

Wer sich dazu entschließt, „dann mal weg zu sein“ und den Jakobsweg zu gehen, wird auf dem klassischen nordspanischen Camino Francés zwischen Jaca und Pamplona auf die Yesa-Talsperre stoßen, die im Nordwesten der aragonischen Provinz Saragossa seit 1959 den Fluss Aragón anstaut. Am Südufer liegt die verlassene Ortschaft Ruesta mit einst knapp 400 Einwohnern, die auf eine arabische Festung aus dem 9. Jahrhundert zurückgeht. Nach Flutung der Ländereien im Zusammenhang mit dem Bau der Talsperre war der Ort aufgegeben worden und verfiel in den folgenden Jahrzehnten.

Gut 600 Meter südlich und einen Kilometer nördlich der Ruinen von Ortskern und Festung befindet sich jeweils eine kleine Einsiedelei: die Ermita San Jacobo de Ruesta im Süden und die Ermita San Juan de Ruesta im Norden. Während die südliche Kapelle noch gut erhalten ist, waren bei San Juan 2001 das mit Schieferplatten gedeckte Satteldach und ein Teil der Außenmauern eingebrochen. Romanische Fresken im Inneren, die zu den wichtigsten spanischen Malereien des 12. Jahrhunderts zählen, waren bereits im Zuge des oben genannten Stauseeprojekts abgenommen und in das fünfzig Kilometer entfernte Diözesanmuseum Jaca verbracht worden, während Reste der Wandmalereien vor Ort verblieben.

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