Weleda Cradle Campus in Schwäbisch Gmünd Holzbauweise mit Sockel aus Stampflehm

15.06.2026

Die Architekten der Michelgroup aus Ulm entwarfen ein Ensemble aus drei Baukörpern, welche leicht aufgefächert in die Landschaft eingebettet sind (Ansicht aus östlicher Richtung).
Bild: Marcus Hassler

Am östlichen Stadtrand von Schwäbisch Gmünd im Gewerbegebiet Gügling Nord IV befindet sich der Weleda Cradle Campus, die Logistik- und Verwaltungszentrale des Naturkosmetik- und Arzneimittelherstellers Weleda. Die Architekten von Michelgroup aus Ulm entwarfen ein Ensemble aus drei Baukörpern, welche leicht aufgefächert in die Landschaft eingebettet sind. Die Dachflächen sind teils begrünt und Freiflächen als Streuobstwiesen und Kräutergärten gestaltet. Die Obergeschosse der Gebäude sind in Holzbauweise aus lokalem Fichten- und Tannenholz errichtet. Insgesamt kamen rund 5.800 Kubikmeter heimisches Holz zum Einsatz – der Campus gilt als Vorzeigeprojekt für nachhaltigen Industrie- und Logistikbau.

Dreiteiliges Ensemble mit Landschaftsbezug

Die Verwaltung, ein Funktionsgebäude und das rund 30 Meter hohe Hochregallager sind auf dem rund 72.000 Quadratmeter großen Areal als ein zusammenhängendes Ensemble organisiert und über Verbindungsbauten verknüpft. Durch die versetzte Anordnung entstehen Freiräume und Sichtbezüge in die Landschaft. Als zentraler Logistikstandort führt der Campus die zuvor dezentral organisierten Vertriebs- und Lagerprozesse zusammen. Das vollautomatische Hochregallager bündelt die Prozesse für die weltweite Distribution in 47 Länder.  

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