Våga Wasserturm in Varberg Monumentale Wellenstruktur
08.04.2025
Bild: Anna Kristinsdóttir
Der anhaltende Zuzug in Städte stellt an vielen Orten eine Herausforderung für die Trinkwasserversorgung dar. Die kommunalen Wasserversorger müssen dementsprechend ausreichende Reserven planen – so auch in Varberg: In der westschwedischen Stadt stieg die Bevölkerungszahl in den letzten 25 Jahren um etwa 30 Prozent. Um den wachsenden Trinkwasserbedarf auch in Zukunft zu decken, beauftragte der lokale Versorger Vivab zusammen mit der Kommune drei Architekturbüros, Entwürfe für einen größeren Wasserturm zu erstellen. White Arkitekter aus Göteburg setzten sich schließlich mit ihrem Konzept Våga durch. Seit Ende 2024 ragt nun eine monumentale Betonstruktur in der Landschaft auf, die mit 10.000 Kubikmetern rund fünfmal so viel Wasser fasst wie ihr Vorgänger.
Exponierte Lage
Der neue Wasserturm steht auf dem Bastekullen, einer Anhöhe am östlichen Stadtrand nahe dem Bezirk Träslöv. Die Vorgaben verlangten eine Betonstruktur, die zugleich als Wahrzeichen der Gemeinde dient. Auch aus funktionalen Gründen bot sich die exponierte Höhenlage an. Wassertürme sind Hochbehälter zur Trinkwasserversorgung, deren Funktionsweise auf dem Prinzip der Schwerkraft beruht: Dank des Höhenunterschieds wird das Wasser in die angeschlossenen Versorgungsleitungen gedrückt. In Form und Erscheinungsbild unterscheidet sich Varbergs neuer Wasserspeicher jedoch von herkömmlichen Konstruktionen.