Umbau und Erweiterung: Wohntürme in Baden Fensterband und Fallarmmarkise

19.06.2024

In Baden planten Michael Meier Marius Hug Architekten den Umbau von vier Büropavillons zu 78 Wohnungen.
Bild: Markus Bertschi, Zürich

Nach wie vor gelten Großarchitekturen der Nachkriegszeit als die Sorgenkinder der Gebäudesanierung. Da ist es erfreulich, wenn Planungsbüros und Bauherr*innen sich dennoch der mitunter hochkomplexen Bauaufgabe annehmen. Die schweizerische Stadt Baden hat mit dem Umbau von vier Büro- zu Wohnhäusern seit 2023 ein besonders gelungenes Beispiel vorzuweisen. Weniger waren es hier Aspekte der Nachhaltigkeit, die den Anstoß zum Substanzerhalt gaben, als baurechtliche Vorgaben. Michael Meier Marius Hug Architekten planten in die pavillonartigen Bauten 78 Wohnungen hinein. Ästhetische Aufwertung und eine verbesserte Energieeffizienz erfuhr die ehemalige Industriearchitektur durch neue Fassaden mit Fallarmmarkisen in dunklem Braunrot.

Errichtet wurden die vier Zeilenbauten an der Römerstraße im Jahr 1959 für die Verwaltung von Brown, Bovari & Cie. Der 1891 gegründete Elektrotechnikhersteller stieg zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem international führenden Unternehmen auf. 1988 kam es zur Fusion mit einem schwedischen Mitbewerber, aus der der heute in Zürich ansässige Energie- und Automatisierungskonzern ABB hervorging. In leichter Randlage, nördlich des Industriegebiets liegen die ehemaligen Gewerbebauten und bieten – an den Hang oberhalb des Limmat gerückt – reizvolle Ausblicke über das Flusstal.

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