Umbau und Erweiterung: Kunstkraftwerk Bergson in München Bayerns Berghain?

30.09.2025

Mit dem Umbau des ehemaligen Aubinger Heizkraftwerks zum Bergson Kunstkraftwerk realisierten Stenger2 Architekten und Partner ein ambitioniertes Projekt des Weiterbauens im Bestand.
Bild: Laura Thiesbrummel

Wo einst Kessel Wärme für den Bahnbetrieb erzeugten, finden heute Ausstellungen, Konzerte und kulinarische Begegnungen statt. Mit dem Umbau des ehemaligen Aubinger Heizkraftwerks zum Bergson Kunstkraftwerk realisierten Stenger2 Architekten und Partner ein ambitioniertes Projekt des Weiterbauens im Bestand. Das Industriegebäude aus den 1940er-Jahren wurde behutsam saniert, ergänzt und mit einer neuen Nutzung aufgeladen – zu einem Ort für Kunst, Musik und Öffentlichkeit. Prägend für die Transformation ist neben der atmosphärischen Raumfolge auch der feinsinnige Umgang mit den hohen, vertikal gegliederten Fensterachsen, deren technische Erneuerung unter denkmalpflegerischen Maßgaben erfolgte.

Historie und Entstehung

Das sogenannte Aubinger Heizkraftwerk geht auf Planungen der Reichsbahndirektion München aus dem Jahr 1937 zurück. Als Teil einer weitreichenden Umstrukturierung sollte es künftig den geplanten Ausweichbahnhof in Laim mit Fernwärme versorgen. Der Baustopp durch den Zweiten Weltkrieg führte jedoch dazu, dass der monolithische Ziegelbau nie vollendet wurde. Erst Mitte der 1950er-Jahre wurde er durch die Deutsche Bundesbahn als Heizwerk in Betrieb genommen.

Artikel auf Baunetz_Wissen Bauen im Bestand lesen