Traufausbildung Anschlüsse korrekt ausführen
09.09.2026
Bild: Jürgen Blaich/EMPA, Dübendorf
Die Dachtraufe ist geometrisch komplex. Der oft enge Bauteilanschluss von zum Beispiel Sparren und Fußpfetten ist schwer zugänglich; Ausführungsfehler können hier schnell passieren. Besonders schwierig ist der luftdichte Anschluss der Dampfbremse. Doch wer hier nicht sorgfältig arbeitet, riskiert Tauwasser im Traufbereich.
Dampfbremse oberhalb der Sparren
Bei der Anordnung der Dampfbremse und Wärmedämmung oberhalb der Sparren ergibt sich das Problem des luft- und dampfdichten Anschlusses an die Außenwand. Es entstehen besonders dann Schwierigkeiten, wenn die Dachsparren über die Fassadenebene hinausragen und diese gleichzeitig das Tragwerk für das Vordach ausbilden. In diesem Fall muss die Dampfsperre entsprechend den Sparrenquerschnitten ausgeschnitten und luftdicht an die Außenwand angeschlossen werden, was technisch schwierig ist. Ein Dachüberstand an der Traufe bietet andererseits einen guten Wetterschutz für die darunter liegenden Bauteile, so dass nicht generell darauf verzichtet werden sollte. Ein Lösungsansatz liegt darin, dass mit auf den Sparren aufgedoppelten Stichsparren die Tragkonstruktion des Vordaches ausgebildet wird und die Dampfsperre ohne Fugen an die Außenwand angeschlossen werden kann.