Tiefgarage an der Frauenkirche in Dresden Untergrund robust instandgesetzt
13.09.2023
Bild: Simon Gallus, 2einhalb.de
Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte und Ende des letzten
Jahrhunderts wiederaufgebaute Frauenkirche ist ein Wahrzeichen
Dresdens. Über die Frage der Rekonstruktion mögen sich
Stadtgesellschaften streiten, klar ist jedoch, dass die
wiederaufgebaute Kirche identitätsstiftend für viele
Dresdener*innen wirkt und zugleich ein touristischer
Anziehungspunkt ist. Da sich die Rekonstruktion des barocken
Stadtbilds nicht allzu gut mit dem heutigen Autoverkehr verträgt
und um das Flanieren im wiederaufgebauten Stadtzentrum attraktiver
zu gestalten, wird sich darum bemüht, die Gegend möglichst autofrei
zu halten. Eine Tiefgarage neben dem Albertinum und damit in
unmittelbarer Nachbarschaft zu sämtlichen Sehenswürdigkeiten
Dresdens soll dazu einen Beitrag leisten. Oberirdisch sind nur der
Ein- und Ausfahrtsbereich sowie die beiden Zugänge für die
Nutzer*innen der Tiefgarage erkennbar. Unterirdisch bietet das
Parkhaus Platz für rund 120 Stellplätze auf zwei Etagen.
Sanierung: Titangitter als Korrosionsschutz
Die zweigeschossige Tiefgarage wurde 1999 nach rund einjähriger Bauzeit eröffnet. Doch bereits nach zehn Jahren der Nutzung mussten 2010 erste Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Durch Risse in den Geschossdecken und der Bodenplatte waren Tausalze in den Beton eingedrungen, infolgedessen der Bewehrungsstahl zu korrodieren begann. Die Chlorid-Ionen des Tausalzes zerstörten die schützende Passivschicht der Bewehrungsstahloberfläche. Ohne diese schützende Schicht entsteht ein Stromfluss, der den Stahl sukzessive zersetzt.