Thürwachterhaus in Ingolstadt Innenschale mit Bretterschalung
13.01.2025
Bild: Ralph Feiner, Malans
Mit seiner abgetreppten Spitze und schneeweißen Fassade ist der Taschenturm schon aus der Ferne leicht auszumachen. Er markiert die mittelalterliche Erweiterung Ingolstadts: miteinander verwachsene, zweigeschossige Häuschen und Mauern mit Holztoren, hinter denen sich kleine Höfe auftun. In dem Gemenge befindet sich auch der frühere Stadtbauernhof, dessen Umbau die Architekten des Büros Mühlbauer betreuten. Seit 2024 bietet das Anwesen neben Wohnräumen auch ein Atelier.
Heute zeigt sich das kompakte Anwesen mit einem hellgrünen, reich texturiertem Putz. Weiß gerahmte Fenster und ein Gesims über dem Erdgeschoss prägen den Hauptgiebel, ein rotes Tor mit Schlupftür sitzt in der Hofmauer. Im 16. Jahrhundert wurde auf dem fast quadratischen Grundstück gebaut. Die heute L-förmige Anlage besteht aus einem dreigeschossigen, in zwei Phasen errichteten Haupthaus, das zusammen mit der Mauer die Straßenecke fasst, und einem etwas niedrigerem Anbau. Hier waren Scheune und Stall untergebracht. Zwischen Stadel und Mauer befindet sich der lediglich 5,5 mal 6,5 Meter große Hof.