The Looking Glass in Amsterdam Warm gebogene Structural Glazing Fassade

06.01.2020

In der Fassade des Bekleidungsgeschäftes The Looking Glass von UNStudio verbinden sich Mode und Architektur in einer fließenden Geste.
Bild: Evabloem, Amsterdam

Die P.C. Hoofstraat ist eine der luxuriösesten Shoppingmeilen Amsterdams. Ursprünglich handelte es sich um eine Wohngegend, deren Gebäude von roten Backsteinfassaden, weißen Fensterrahmen, schmiedeeisernen Balkonen und Stuckverzierungen an den Traufen geprägt war. Unter Beibehaltung des ursprünglichen Baustils erfolgt derzeit eine Revitalisierung der Gebäudesubstanz, auch unter bewusster Verwendung des Werkstoffs Glas, sodass hier das Stadtbild durch ausgewählte Boutiquen und geschliffene Schaufensterkompositionen geprägt wird. So wurde die Shoppingmeile neben dem bekannten Crystal House (s. Objekte zum Thema) nun auch durch The Looking Glass von UNStudio bereichert.

Transparente Tücher aus Glas
In der Fassade der P.C. Hoofstraat 138 verbinden sich Mode und Architektur in einer fließenden Geste. Sie soll Handwerkskunst und Geometrie hochwertiger, maßgeschneiderter Kleidung in Form einer gläsernen Front repräsentieren. So fließen, in Anlehnung an wogende Tücher, drei geschwungene Glaspaneele von den oberen Stockwerken zum Straßenniveau hinab. Umgeben werden die Glaskästen von rotem Mauerwerk, wobei im Erdgeschoss die horizontalen Lagerfugen betont wurden, während in den oberen Geschossen ein klassischer Mauerwerksverband einsetzt. Bei der Umgestaltung blieben die Architekten dem ursprünglichen Design der dreigeteilten vertikalen Aufteilung eines typischen Amsterdamer Stadthauses treu. Optisch werden nun das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss zusätzlich durch die durchgehenden Glaskästen miteinander verbunden. Oberhalb der Verkaufsfläche befindet sich eine exklusive zweigeschossige Wohnung.

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