Temporärer Pavillon in Wicked Fen Begehbares Kunstobjekt in ostenglischer Wildnis
20.04.2020
Bild: Charles Emerson, Courtesy of Wysing Arts Centre and National Trust for New Geographies
Eine Installation, die sich im Grenzbereich von Kunst und
Architektur verorten lässt, schuf das Architektur- und Designbüro
Studio Morison aus Stroh und Holz für die raue Landschaft des
Naturparks Wicked Fen im englischen Cambridgeshire. Mithilfe der
lokalen Tradition des Bauens mit Stroh schufen sie einen Ort für
Naturerlebnisse und zur Kontemplation. Entstanden ist der temporäre
Pavillon Mother als Teil des Kunstprojektes New
Geographies. Das Projekt besteht aus zehn temporären
Installationen an entlegenen Orten im Osten Englands.
Als „Fenland“ wird die raue Sumpflandschaft bezeichnet, die früher die ganze Region prägte, jedoch fast vollständig in Ackerland verwandelt wurde. Im Naturreservat, das eines der ältesten Englands ist, hat man sich zum Ziel gesetzt, die über Jahrhunderte entwickelte Kulturlandschaft zu erhalten. Um die spezifische Artenvielfalt und ihr Habitat zu bewahren, werden die Halme der Binsenschneide einmal im Jahr geschnitten. Das getrocknete Stroh wird dann, wie Reet, zum Decken von Dächern verwendet.