Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel Wo Historie, Architektur, Landschaft und Energiewende aufeinandertreffen
20.04.2023
Bild: Gregor Schmidt, Berlin
Wer regelmäßig auf Deutschlands Autobahnen unterwegs ist, weiß um die architektonische Belanglosigkeit vieler Raststätten, die lediglich funktionalen Ansprüchen genügen. Es mangelt an kreativen Konzepten und Aufenthaltsqualität. Eine Ausnahme bildet die Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel an der Bundesautobahn A71 bei Sömmerda in Thüringen, die im Rahmen der IBA Thüringen entstanden ist. Bemerkenswert ist die Lage des Ensembles unmittelbar neben einer bedeutenden archäologischen Fundstätte aus der frühen Bronzezeit, dem Leubinger Fürstenhügel. Die Heizungswärme in dem Gebäude stammt aus einem Eisspeicher.
Im Zuge eines internationalen Wettbewerbs wurden 2015 interdisziplinäre Planungskonzepte für die Architektur, Landschaftsarchitektur und das Kommunikationsdesign der gesamten Anlage gesucht. Die Herausforderung bestand darin, die Tankstelle und die Raststätte in die flachwellige Hügellandschaft einzubetten und einen Bezug zur besonderen Geschichte und Identität des Ortes herzustellen. Den Wettbewerb für sich entscheiden konnte eine junge Planer*innengemeinschaft aus Berlin, bestehend aus Mono Architekten, Planorama Landschaftsarchitektur und Mus Studio, deren Entwurf im Einklang mit den Empfehlungen der IBA Thüringen umgesetzt wurde.