Stufenbauten im olympischen Dorf in München Generalsanierung der früheren Sportlerwohnheime
27.01.2025
Bild: Michael Heinrich
Mindestens so spannend wie das zeltartige Glasdach des Münchner Olympiastadions sind wohl die früheren Unterkünfte der Sportler*innen. Regelmäßig besuchen Architekturstudierende das seit 1998 geschützte, heute von über 5.000 Menschen bewohnte Areal. Zum ehemaligen Olympiadorf gehören neben den bekannten Terrassen- und Reihenhäusern auch die sogenannten Stufenbauten. Karbonatisierung und Korrosion sowie veränderte bauphysikalische Standards und Grundrissvorlieben erforderten umfassende Eingriffe an dem rund vierzig Jahre alten Bestand. Von 2014 bis 2022 erfolgte die Generalsanierung unter Leitung von Bogevischs Buero.
Stufen und Podeste, Rampen und Gassen erzeugen den landschaftlichen Charakter der 1972 fertiggestellten Anlage, in der Autos übrigens nur unterirdisch fahren. Umgeben von seriellen, weißlichen Betonfassaden und überquellenden Pflanztrögen durchläuft man ein geradezu labyrinthisch anmutendes Wegenetz mit vielen abknickenden Routen und Niveauwechseln. Orientierung bietet die rot gepflasterte Connollystraße. Auf der einen Seite ragen hier die zwölfgeschossigen Terrassenbauten in die Höhe, die andere Seite flankieren die Stufenbauten. Sie vermitteln den Größenunterschied zu den zweigeschossigen Reihenhäusern, die sich weiter unten, einem Teppich gleich ausbreiten.