Studentenwohnheime in Freiburg Plattenbau aus sandgestrahlten Sichtbetonfertigteilen in verschiedenen Grautönen

12.02.2013

Die L-förmigen Baukörper setzen sich aus einem achtgeschossigen Turm und einem dreigeschossigen Anbau zusammen
Bild: Yohan Zerdoun, Freiburg

Mit rund 1.300 Bewohnern ist die Studentensiedlung am Seepark, kurz Stusie genannt, Freiburgs größte Studentenwohnanlage. Mitte der 1960er Jahre nach Plänen der Stuttgarter Architekten Wolf Irion, Reiner Graf und Wolf Maier errichtet, liegt sie am südöstlichen Ufer des Flückiger Sees im Stadtteil Betzenhausen. Aufgrund steigender Studentenzahlen war nun eine Erweiterung notwendig. Sie entstand nach einem Entwurf der Freiburger Architekten Amann Burdenski Munkel und besteht aus zwei Baukörpern mit jeweils 102 Zimmern.

Die Planer integrierten die Neubauten in die durchgrünte Gesamtanlage der Siedlung. Diese besteht aus fünf Gebäudegruppen mit je drei Häusern, von denen zwei dreigeschossig, eines achtgeschossig ist. Charakteristisch für die aus Stahlbetonfertigteilen errichteten und gegen Ende der 1980er Jahre grundsanierten Bestandsbauten sind ihre schachbrettartigen Fassaden aus Waschbetonelementen. In Anlehnung an Größe und Konstruktion der vorhandenen Wohnblöcke entwickelten die Architekten zwei L-förmige Baukörper, die aus je einem achtgeschossigen Turm und einem dreigeschossigen Anbau bestehen. Wie der Bestand wurden sie in Großtafelbauweise aus Stahlbeton errichtet. Statt Waschbeton ist ihre Fassade jedoch von unterschiedlich eingefärbten Sichtbetonflächen in verschiedenen Grauabstufungen sowie von geschossweise versetzten Fenstern geprägt.

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