Stadtbahn in Karlsruhe Lichtkunst für den Untergrund

07.02.2023

Seit Ende 2021 verbindet in Karlsruhe ein T-förmiger Stadtbahntunnel sieben wichtige innerstädtische Haltestellen unterirdisch miteinander. Der Entwurf stammt von allmannwappner in Zusammenarbeit mit dem Lichtdesigner Ingo Maurer.
Bild: Brigida González

Sieben Haltestellen in sieben Minuten –  so schnell lässt sich die Karlsruher Innenstadt seit Ende 2021 erschließen. Grund dafür ist ein neuer, unterirdischer Stadtbahntunnel, der nach zwölfjähriger Bauzeit sieben innerstädtische Stationen T-förmig miteinander verbindet. Seine Gestaltung trägt optisch die Handschriften aller Beteiligten: Die Basis bilden die Tunnelbauwerke, vorgegeben durch die Ingenieurleistung; formal stark reduziert ist die Raumarchitektur von Allmannwappner, die durch die Farbe Weiß und das einheitliche Material für Wand, Decke und Boden bestimmt wird. Darin eingebettet ist das außergewöhnliche Kunst-am-Bau-Lichtkonzept von Ingo Maurer – das die Haltestellen mit filigranen, hängenden Drahtseil-Konfigurationen und schmalen Leuchten zum Leben erweckt.

Mit Abschluss der Baumaßnahmen hat sich das Bild der Karlsruher Fußgängerzone – zwischen Europa- und Kronenplatz – durch den Wegfall von Schienen und Bahnen maßgeblich verändert. Die Ost-West-Achse des Tunnels beginnt im Osten in der Durchlacher Allee und führt über die Haltestellen Durlacher Tor, Kronenplatz, Lammstraße und Europaplatz bis zum Mühlburger Tor. An der Lammstraße führt außerdem eine orthogonale Abzweigung des Tunnels in den Süden und erschließt die Haltestellen Marktplatz, Ettlinger Tor und Kongresszentrum.

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