Sluishuis in Amsterdam Nachhaltiges Gebäude im Wasser
05.10.2022
Bild: Ossip van Duivenbode, Rotterdam
Das noch junge Stadtviertel IJburg östlich der Amsterdamer Altstadt existiert erst seit der Jahrtausendwende. Durch die Aufschüttung von Land entstanden die drei Inseln Steigereiland, Haveneiland und Rieteilanden. Am westlichen Rand des Gebiets wurde jüngst der markante, elfgeschossige Wohnblock Sluishuis nach Plänen von Barcode Architects zusammen mit BIG errichtet, der mit einer einladenden Geste nicht nur einen gelungenen Abschluss des Quartiers bildet, sondern alle, die übers Meer nach Amsterdam kommen, eindrucksvoll willkommen heißt. In dem Gebäude gibt es eine vielfältige Wohnungsstruktur für unterschiedliche Einkommensschichten. Die Gebäudetechnik ist auf maximale Nachhaltigkeit, Energieeinsparung und Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner ausgelegt.
Die formale Grundidee des Bauwerks ist im Grunde simpel: Aus einem 37 m hohen Block mit quadratischer, 86 × 86 m großen Grundfläche wurden zwei Ecken keilförmig herausgeschnitten. Auf der landinneren Südseite sind an der „Schnittkante“ großzügige Terrassen angeordnet, auf der zum Wasser orientierten Nordseite ist eine Art Toreinfahrt ins Blockinnere entstanden. Dort laden eine Treppenanlage und Stege aus Holz zum Verweilen ein. Die Fassade aus unbehandelten, matt spiegelnden Aluminiumtafeln reflektiert das Wasser, wodurch das Gebäude zu jeder Tageszeit ein anderes Aussehen erhält. Durchbrochen wird die Reflexion durch zahllose Balkone, die, angeordnet im strengen Raster, die Fassaden allseitig schuppenartig gliedern.