Serielles Sanierungskonzept: Energiesprong Standardisierte Bautechnik für modulare Gebäudehülle
14.04.2023
Bild: Deutsche Energie-Agentur (dena), Berlin
Wohngebäude sind in Deutschland für rund zwei Drittel des Gesamt-CO2-Ausstoßes verantwortlich. Ein Großteil der CO2-Immissionen entsteht durch Bestandsgebäude, die nicht den geforderten Energiestandard aufweisen. Mit dem Sanierungskonzept Energiesprong werden Bestandsgebäude mittels standardisierter Bautechniken und modularen Gebäudehüllen-Elementen auf den sogenannten Net-Zero-Standard gebracht, bei dem sie im Jahresmittel so viel erneuerbare Energie erzeugen, wie für Heizung, Warmwasser und Strom benötigt wird. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) in Berlin begleitet und unterstützt die Marktentwicklung des seriellen Sanierungskonzeptes.
Das Prinzip wurde 2013 in den Niederlanden entwickelt und dort vielfach umgesetzt – übersetzt heißt der Begriff Energiesprung. Digitale Planungen werden mit industrieller Vorfertigung und standardisierten Prozessen kombiniert. Die Sanierungszeit verkürzt sich auf wenige Wochen, die damit einhergehende Beeinträchtigung der Bewohnerinnen und Bewohner ist relativ gering. Möglich wird das durch vorgefertigte Fassaden- und Dachelemente sowie standardisierte, vorgefertigte Haustechnikmodule. Das Konzept ist geeignet für private Hausbauer, insbesondere aber für öffentliche Wohnungsbauunternehmen, die häufig über einen beträchtlichen Wohnungsbestand verfügen.