Schutzbauten in Bondo Hochwasserschutz für sensible Kulturlandschaft

19.02.2026

Teil des interdisziplinären Projektteams waren unter anderem die Architekturbüros Conzett Bronzini Partner und Conradin Clavuot, mavo Landschaften und Müller Illien Landschaftsarchitekten, sowie Fachplanungen aus Wasser- und Straßenbau.
Bild: Gemeinde Bregaglia

Berge bedeuten für die einen Faszination und Abenteuerlust, für andere sind sie mit Belastung und Entbehrung verbunden – und doch sind sie für viele Menschen Heimat. Vor allem das Leben in hochgelegenen Bergdörfern scheint oft entbehrungsreich und nicht zuletzt auch gefährlich: Der zunehmende Klimawandel lässt Naturkatastrophen wie Bergstürze und Murgänge (Erdrutsche), Lawinen und Überschwemmungen immer häufiger vorkommen.

Am 23. August 2017 ereignete sich ein solcher Bergsturz mit darauffolgenden Murgängen im Schweizer Bondasca-Tal nahe der italienischen Grenze. Drei Millionen Kubikmeter Fels des Piz Cengalo stürzten in die Tiefe und zerstörten Häuser, Straßen und Brücken des kulturhistorisch bedeutsamen Dorfes Bondo. Zudem kamen acht Menschen ums Leben. In der Folge beschäftigten sich Bund, Kanton, Gemeinde, Bewohner*innen und Planende mit Schutzmaßnahmen. Das Projekt Bondo II zeigt eindrucksvoll, wie ingenieurtechnische Schutzbauten in eine sensible Landschaft integriert und zukünftige Naturereignisse abgemildert werden können.

Artikel auf Baunetz_Wissen Wasserkreislauf lesen