Schalldämmung aus Hopfen Vom Agrarabfall zum Akustikpaneel

04.05.2024

Akustikpaneel von HopfOn aus nachhaltigen Materialien, installiert im Sustainable Building Lab in Mannheim, sorgt für eine angenehme Akustik in einem Besprechungsraum.
Bild: Carmen Rendl, Next Mannheim

Hopfen ist vor allem durch seine Verwendung beim Bierbrauen bekannt. Mit Akustikpaneelen assoziieren wohl die wenigsten die zur Familie der Hanfgewächse gehörende Pflanze. Das junge Unternehmen HopfOn hat sich zum Ziel gesetzt, landwirtschaftliche Abfallprodukte in nachhaltige Akustik- und Dämmplatten umzuwandeln. In einem Pilotprojekt in Mannheim kommen die unkonventionellen Paneele bereits zum Einsatz.

Vom Abfallprodukt zum Baustoff

Die hohen CO₂-Emissionen der Baubranche entstehen zu einem großen Teil bei der Herstellung der Baustoffe. Die Produktion konventioneller Baumaterialien verbraucht Ressourcen und erzeugt Abfallstoffe, die in der Regel nicht wiederverwendet werden. Das Team von HopfOn nimmt einen Rohstoff in den Blick, der bisher noch nicht systematisch in der Bauindustrie Verwendung findet: Hopfen. Bei der Hopfenernte wird nur ein Fünftel der Pflanze verarbeitet. Die Abfälle werden zwar teilweise in Biogasanlagen verwertet, ein Großteil des Materials bleibt jedoch ungenutzt.

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