Sanierung: Mensa am Park in Weimar Energetische und brandschutztechnische Ertüchtigung

11.03.2025

Vierzig Jahre nach ihrer Errichtung schwebt die Mensa der Bauhaus-Uni nun denkmalgerecht saniert im Park von Weimar.
Bild: Rainer Taepper

Durch den oft leichtfertigen Abriss von Bauten der Ostmoderne ging ein Teil der DDR-Architekturgeschichte verloren. Doch als man 2009 die Großmensa der Bauhaus-Uni Weimar zurückbauen wollte, protestierten Studierende und Architekt*innen vor Ort. Das 1982 errichtete Gebäude war nicht nur das soziale Zentrum der Hochschule, sondern auch architekturgeschichtlich bedeutend: Es ist zwar mit industriellem Anspruch, aber individuell und mit viel Sorgfalt für Städtebau, Material und Detail geplant worden. Als Teil eines Gebäudeensembles bildet es die Entwicklung des modernen Bauens in der DDR ab. Mit nicht einmal dreißig Jahren Nutzungsdauer war der Bau zum Zeitpunkt der Abriss-Debatte noch sehr jung. Die Diskussionen um seinen baukulturellen Wert führten 2011 schließlich zum Denkmalschutz.

Sanierungsbedarf der Mensa 

2018, fast zehn Jahre nach der Debatte, war die Sanierung der Mensa überfällig: Die Dämmung war unzureichend, die Wärmebrücken zahlreich und die Zweischeibenverglasung veraltet. Das verursachte hohe Heizkosten durch Wärmeverluste im Winter und führte zu überhitzten Innenräumen im Sommer. Die gesamte Gebäude- und Sanitärtechnik entsprach nicht mehr dem Stand der Technik und hinsichtlich des Brandschutzes fehlten Fluchtwege und vor Brand schützende Oberflächen. Seit dem Bau der Mensa haben sich zudem die Anforderungen verändert: Der Ablauf der Essensausgabe, die Nutzung des Foyers und die innere Organisation funktionieren heute anders. Die komplexe, denkmalgerechte Sanierung und die Umbauplanung übernahm das in diesem Bereich erfahrene Büro thoma architekten.

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