Sanierung der Hyparschale in Templin Zweifach gekrümmtes Baudenkmal
03.11.2025
Bild: immer.gut architektur + denkmalpflege
Sie stehen in Magdeburg, Rostock und Neubrandenburg und zählen zu den bekanntesten Werken des Bauingenieurs Ulrich Müther: die Hyparschalen. Während einige bereits abgerissen wurden oder weiter verfallen, sind andere unter Schutz gestellt und saniert worden. So auch in Templin, wo sich das Büro Immer.gut Architektur + Denkmalpflege um das geschwungene Betondach und die angrenzenden Bauten kümmerte. 2024 ist hier wieder Leben eingekehrt.
Besonderes Betondach
Der Name Hyparschale bezieht sich auf die doppelt gekrümmte Dachfläche – ein hyperboles Paraboloid. In Templin überspannt die nur 7 cm dicke Betonschale ein Quadrat von 20,5 x 20,5 m. Zwei Zipfel der Fläche reichen rund 8,5 m in die Höhe, die anderen zwei zeigen Richtung Boden. Die freitragende Spannbetonkonstruktion wird ausschließlich durch die geraden Druckbalken an den Dachrändern gehalten. Ein unterirdisch verlegtes, etwa ein Meter breites Zugband verbindet die beiden Fußpunkte und sichert so die Konstruktion.