Sanierung der Hyparschale in Magdeburg Verstärkt mit Carbonbeton

02.07.2023

Die Hyparschale in Magdeburg wurde vom Schalenbaupionier Ulrich Müther entworfen und stand lange leer. Nach den Plänen des Büros gmp wird sie aktuell saniert und umgebaut.
Bild: Marcus Bredt

Wer sich auf dem Wasserweg über die Elbe von Hamburg nach Dresden begibt, passiert irgendwann die Elbniederungen und wird einige Kilometer weiter unter der Hubbrücke in Magdeburg hindurchfahren. Dort, wo die Überquerung die riesige Flussinsel erreicht, auf der der Stadtteil Werder liegt, befindet sich die Hyparschale. Seit dem Jahr 2000, als die Großgaststätte Ahornblatt in Berlin abgerissen wurde, verfügt die Magdeburger Mehrzweckhalle über das größte noch erhaltene Schalendach des Bauingenieurs Ulrich Müther. Zwischenzeitlich stand sie über mehr als ein Jahrzehnt leer. Nun arbeitet das Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner (gmp) daran, den denkmalgeschützten Bau wieder nutzbar zu machen.

Die riesige Elbinsel blieb als Teil der Befestigungsanlagen der Magdeburger Zitadelle bis weit ins 19. Jahrhundert unbebaut. Noch heute nimmt der Rotehornpark den Großteil von Werder ein. Im Norden des über 200 Hektar großen Parks wurde 1969 die Hyparschale nahe dem westlichen Inselufer errichtet. Der Name leitet sich von den hyperbolen Paraboloiden ab, also jenen quadratischen, zweifach gekrümmten Flächen der Dachkonstruktion. Vier dieser als Betonschalen ausgeführten Flächen wurden für das Hallentragwerk zusammengesetzt und überspannen zusammen eine Fläche von 48 x 48 m.

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